Stendaler Johanniter-Krankenhaus will weitere Infektionsstation einrichten

„Angespannt, aber unter Kontrolle“

Im Johanniter-Krankenhaus Stendal werden nur noch nicht aufschiebbare Behandlungen vorgenommen.
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Im Johanniter-Krankenhaus Stendal werden nur noch nicht aufschiebbare Behandlungen vorgenommen.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Stendal – Was ein mutmaßlicher Mitarbeiter des Johanniter-Krankenhauses, der anonym bleiben möchte, berichtet klingt beunruhigend: Das Johanniter-Krankenhaus in Stendal sei „durchseucht“. Wegen des hohen Krankenstandes hätten Intensivbetten abgebaut werden müssen.

Eine gesamte Station sei geschlossen worden, weil „keiner mehr da ist“.

Wie Krankenhausdirektor Michael Schmidt erwidert, sei die Lage nicht so schlimm, wie dargestellt. Die Situation sei „angespannt, aber unter Kontrolle“, erklärt er auf AZ-Anfrage. Aktuell werden zwei Infektionsstationen für an Covid-19 erkrankte Patienten betrieben. Mit Blick auf steigende Fallzahlen würden Voraussetzungen erarbeitet, um bis spätestens „zum Ende der Woche“ (Stand Donnerstagmittag) Ressourcen für eine dritte Station zu schaffen. Da nur noch nicht aufschiebbare Behandlungen unternommen würden, werde das Personal aus anderen Bereichen auf den Infektionsstationen eingesetzt.

„Unser oberstes Ziel ist und bleibt die Sicherstellung der medizinischen Versorgung von Patienten in unserem Landkreis. Diesbezüglich sind wir auch weiterhin in der Lage, kritisch kranke Patienten zu versorgen, auch wenn Mitarbeitende sich derzeit in Quarantäne befinden“, berichtet der Geschäftsführer der größten Klinik in der Altmark.

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