An „Stendaler Katzenfoto-Wand“ zum Wahlsonntag ergötzen

Steckbriefe für Stubentiger

Steckbriefe von Katzenbesitzern über ihre tierischen Lieblinge.
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Stendaler Katzenfoto-Wand im Winckelmann-Museum.
  • Antje Mahrhold
    vonAntje Mahrhold
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Stendal – Dank Inzidenzabfall coronatestfrei können Katzenfans am Wahlsonntag in der Geburtsstätte des berühmten Stadtsohns stubentigertierische Einsichten vermehren.

Nach dem pandemiebedingt virtuellen Start Anfang Mai mit einem Video auf Youtube zeigt sich die in Kooperation mit dem Liechtensteinischen Landesmuseum Vaduz entstandene Ausstellung „Diese Katze ist die Sonne selbst“ (AZ berichtete) am 6. Juni, 15 Uhr, im Winckelmann-Museum der regionalen Vierpföter-Anhängerschar auch voranmeldungsbefreit, wie Kuratorin Dr. Kathrin Schade am Donnerstagmittag mitgeteilt hat.

Hochkultureller Katzenalarm von der Antike bis ins Stendal anno 2021 herrscht derweil in Vitrinen, auf Podesten und auch an Wänden der Schauräume, durch die Besucher nach der Eröffnung durch Museumsdirektorin Dr. Stephanie-Gerrit Bruer infektionsschutzregelkonform in „kleinen Gruppen“ tigern dürfen. Beim Gang durch die verschiedensten Epochen menschlicher Katzenliebhaberei von der Verehrung als heiliges Tier (neben Stier und Krokodil) im alten Ägypten führt die Zeitreise auf vier Pfoten auch zum Kult-Markenzeichen der DDR-Zeitschrift „Das Magazin“ – in der bekanntlich der Berliner Grafiker Werner Klemke Ausgabe für Ausgabe einen schwarzen Kater zeichnerisch unterhaltsam versteckt hatte.

Katzen-Ausstellung im Winckelmann-Museum in Stendal.

Der zeitgeschichtlich aktuellste Schauhöhepunkt findet sich jedoch auf der „Stendaler Katzenfoto-Wand“, die unter rührend fleißiger Mitarbeit diverser Tierhalter der Region und darüber hinaus entstanden ist. Dazu habe das dem rolandstädtischen Winckelmann-Domizil angegliederte Familienmuseum extra einen Aufruf gestartet, wie die neue Leiterin Sabrina Welker berichtet hat. Neben dem Foto ihrer Lieblinge haben die Wandmitgestalter jeweils eine Art Stubentiger-Steckbrief verfasst. Auch die Stendalerin Anke Rittmann hat mitgemacht. Und gibt über Kater Herci, der mit ganzem Namen Hercules heiße, sowie über Katze Isis nicht nur preis, woher die beiden Vierpföter stammten, aus einem Wurf in Osterburg nämlich. Mittlerweile hätten sich die etwa einjährigen Tiere derart prächtig entwickelt, dass sich das „niedliche Zwillingspaar“ immer wieder einmal „gegen seine menschliche Familie“ verbünde, wie Rittmann auf Stendals erster Museumskatzenwand verrät.

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