Kreisausschuss dafür

Altmark: Tourismusverband und Regionalverein sollen fusionieren

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Die beiden Verbände, die nun fusionieren wollen, arbeiten zu einem Gutteil an der Vermarktung der Altmark als touristisches Ziel. Das – und einige andere Ziele – sollen im Schulterschluss erarbeitet werden.

Stendal/Salzwedel. Der Regionalverein Altmark und der Tourismusverband Altmark wollen sich vereinigen. Das sind konkrete Pläne, die nun während einer Kreisausschuss-Sitzung erklärt wurden.

Beide Vereinigungen haben ein ähnliches Anliegen: Das Stärken von Tourismus und Wirtschaft sowie das Ausloten von Fördermöglichkeiten zur Entwicklung der Altmark. Sie sind quasi „Motor“ für viele Projekte wie Radwegebau, Sanierung öffentlicher Einrichtungen oder fungieren als Netzwerk von gemeinnützigen Vereinen und staatlichen Einrichtungen. Viele Aktionen, die vor Ort die Lebensqualität verbessern sollen, gehen auf ihr Konto. Nun sollen die Vereine in einem Verband aufgehen.

Der gemeinsame Verband soll vor allem „schlagkräftiger“ werden, so hieß es bei der im Finanzausschuss des Kreises. Der Kreis hat ein gewichtiges Wort, er ist – wie auch der Altmarkkreis Salzwedel – Mitglied in beiden Verbänden und zahlt beispielsweise im Tourismusverband über 50 000 Euro pro Jahr. Nahezu alle anderen Gemeinden der beiden Landkreise, sowie viele größere Vereine sind ebenfalls Mitglied in beiden Vereinen.

Ein Grund für die Verschmelzung ist auch eine drohende Zerbröselung der alten Verbände: Zumindest der Tourismusverband hat innerhalb der vergangenen Jahre 30 Mitglieder verloren, derzeit sind es noch 75 Mitglieder, zudem sinkt die Mitgliederzahl in vielen der Vereine, die in den beiden Verbänden organisiert sind.

Mit dem neuen Verband würde sich die Mitgliederanzahl des neuen Gebildes auf 111 erhöhen, die einzelnen Mitglieds-Verbände wären dann gesteuert von der derzeitigen hauptamtlich bestehenden Verwaltung des Regionalvereins. Landrat Carsten Wulfänger begrüßte den Plan, weil so „Doppelstrukturen in Bahnen gelenkt“ werden könnten. Ebenso sahen das auch die Mitglieder des Ausschusses. Katrin Kunert bekräftigte, dass so stärker deutlich werde, dass die Altmark eine gemeinsame Region ist. Sie machte auch klar, dass man nachforschen müsse, warum es einen Mitgliederschwund wie in den vergangenen Jahren gegeben habe. Der Ausschuss stimmte der Fusion einstimmig zu.

Von Kai Hasse

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