Lokal-Politiker haben im Parlament unterschiedlich viel zu sagen

Altmark-AfD schweigt im Bundestag beharrlich

Im Deutschen Bundestag sitzen 709 Abgeordnete, davon vier aus der Altmark.
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Im Deutschen Bundestag sitzen 709 Abgeordnete, davon vier aus der Altmark.

Altmark/Berlin – In einem Jahr wird ein neuer Bundestag gewählt. Auch wenn der genaue Termin noch nicht feststeht, bringen sich die Parteien dafür in Stellung. Die Debatten im Parlament werden heißer.

Genau 177 Plenarsitzungen stehen in dieser Legislaturperiode bisher zu Buche. Vier Vertreter der Altmark unter insgesamt 709 Bundesparlamentariern haben es sicherlich schwer, sich im Parlament Gehör zu verschaffen. Wie oft kommen „unsere“ Abgeordneten eigentlich zu Wort?.

Die Parlamentsreden sind minutiös dokumentiert. Allerdings lässt sich der „Fleiß“ eines Abgeordneten nicht allein danach bewerten, wie oft er im Plenum spricht. Die eigentliche parlamentarische Arbeit wird in den Ausschüssen geleistet. Auch sagen Anzahl und Dauer der Redebeiträge nichts über den Inhalt aus. Ein Blick in die Statistik ist dennoch interessant. Sie belegt: Nicht alle Altmärker haben gleich viel zu sagen.

Mit 19 Debattenbeiträgen, der jüngste ist vom 18. September 2020 zum Stand der deutschen Einheit notiert, bleibt Matthias Höhn (Linke) Spitzenreiter der altmärkischen Rednerliste. Marcus Faber (FDP) folgt ihm mit 17 Reden auf Platz 2. Zuletzt sprach er am 15. Mai über Militärseelsorge. Beide sitzen im Verteidigungsausschuss. Dass sie verhältnismäßig oft ans Rednerpult treten, verwundert nicht. Vertreter kleinerer Fraktionen kommen naturgemäß häufiger zu Wort.

Verteidigungspolitik ist auch das Thema von Eckhard Gnodtke (CDU), der in der größten Fraktion im Parlament sitzt. Er sprach zuletzt am 20. Juni 2020 im Plenum. Sein Thema: Der Bundestagseinsatz im Kosovo. Matthias Büttner (AfD) gehört dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur an. Über Deutschlands LTE-Netz im europäischen Vergleich sprach er in seiner bislang einzigen Parlamentsrede exakt 4 Minuten und 38 Sekunden lang. Das war allerdings schon am 1. März 2018. Seitdem kommt er im Protokoll nicht mehr vor. VON CHRISTIAN WOHLT

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