JA bekräftigt ihr Fluchtthema / Koch neuer Vorsitzender

Altmärkischer AfD-Nachwuchs schießt gegen die CDU

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Der neue Vorstand der JA Altmark mit Sebastian Koch (Mitte) an der Spitze.

Stendal – Der Ton der Jungen Alternative (JA) wirkt in der Flüchtlingsfrage ähnlich scharf und einfach dem der Mutterpartei AfD.

Der altmärkische Nachwuchs der rechtskonservativen Partei spricht von „jugendlichen Intensivtätern mit Migrationshintergrund“ und fordert „konsequente Strafverfolgung und zeitnahe Abschiebung“.

Zudem müsse die Höchststrafe für Wahlbetrug auf zehn Jahre erhöht werden und in Sachen Stendaler Wahlaffäre von 2014 endlich auch entscheidend gegen die CDU-Größen Wolfgang Kühnel, einst Kreis-Parteichef, und Landtagsmitglied Hardy Peter Güssau ermittelt werden. Die zwei Anträge des Kreisvorstandes sind bei einem Kongress in Stendal einstimmig beschlossen worden.

Arno Bausemer

Die beiden Papiere dürften maßgeblich aus der Feder von Arno Bausemer, eines früheren Liberalen, stammen. Der 36-Jährige führte seit der Gründung des JA-Kreisverbandes im Frühjahr 2017 das Zepter. Dass Tangermünder Ulrich Siegmund im Landtag und Stendaler Matthias Büttner im Bundestag sitzen, sei auch das Verdienst der Jugend. „Nun wollen wir auch auf kommunaler Ebene aufräumen“, findet Bausemer recht martialische Worte. Aus Altersgründen scheidet er zum Jahresende aus der JA aus.

Bausemers Nachfolger in der Führung des Altmark-Verbandes heißt Sebastian Koch. Der Gardelegener war an diesem Abend der einzige Kandidat und wurde einstimmig gewählt. Weitere Kreisvorstandsmitglieder der JA für zwei Jahre sind einem Schreiben zufolge: Lars Wilhelm Gose (Stellvertreter), Henrik Müller (Schatzmeister) sowie Robert Schäfer und Nancy Koetzing (Beisitzer).  tz

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