Torsten Thiedke und das Sachsen-Anhalt-Team von den World Police and Fire Games zurück

Altmärker holt Medaille in Los Angeles

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Das Sachsen-Anhalt-Team nach der Anmeldung in der Police Academy Los Angeles.
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Halle und Magdeburg zeigten bei der Eröffnung gemeinsam Flagge für Sachsen-Anhalt.
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Havelberg / Los Angeles. Er ist wieder da. Der Havelberger Torsten Thiedke ist zurück von den World Police and Fire Games (WPFG). Vom 7. bis 16. August traten rund 8000 Athleten im kalifornischen Los Angeles an.

Sachsen-Anhalt war traditionell mit einem starken Team bei diesen im Zweijahrestakt stattfindenden Weltspielen im Polizei- und Feuerwehrsport dabei. Auch diesmal holten die Polizisten aus unserem Bundesland zahlreiche Medaillen. 

Thiedke trat als einziger Vertreter aus dem Landesnorden an. Für ihn war die Teilnahme eine Premiere. Eine Bronzemedaille in der Hochhaus-Treppenlauf-Staffel (62 Stockwerke) und ein vierter Platz im Wettkampf Toughest Compitator Alive (frei übersetzt: härtester Athlet der Welt) stehen bei ihm zu Buche. „Es war ein tolles Erlebnis“, zieht Thiedke eine positive Bilanz. Die Spiele und das weite Land hätten ihn begeistert. Es war sein erster USA-Besuch überhaupt. Nicht nur von der sportlichen Atmosphäre ist der Havelberger sehr angetan. „Die schwere Medaille mit der US-Flagge ist schon sehr beeindruckend“, sagt er stolz. 

Dabei sah es anfangs nicht danach aus, dass er überhaupt antreten kann. Nach der Ankunft in Los Angeles musste er zunächst in die Krankenhausnotaufnahme. Schwere Magenkrämpfe hatten ihn während des Fluges ereilt. Die große Eröffnungsfeier fiel für den Havelberger buchstäblich flach. Er musste das Bett hüten. 

Schon am nächsten Morgen stand sein Wettkampf an und Thiedke pünktlich 7 Uhr am Start. Klimmzüge, Bankdrücken, Kugelstoßen, 5000-Meter-Lauf, 100-Meter-Sprint, Hindernis-Lauf, das waren einige der Disziplinen, die es in diesem Mehrkampf an einem Tag zu absolvieren galt. Die beste Leistung zeigte der Wasserschutzpolizist im 1000-Meter-Schwimmen. Hier stieg er als Sieger aus dem Becken. Gegen 17.30 Uhr waren alle Disziplinen absolviert. 

Die erste Goldmedaille für Sachsen-Anhalt holte René Schneider vom Technischen Polizeiamt im 5000-Meter-Gehen. Er ist einer der Dienstältesten in der 17-köpfigen Mannschaft aus Sachsen-Anhalt und seit 2005 bis auf eine Ausnahme jedes Mal dabei. Viele weitere Medaillen folgten. Ebenso erfolgreich wie die Männer waren die Frauen etwa Tashina Steffan von der Bereitschaftspolizei, die im Bankdrücken ganz oben auf dem Siegertreppchen stand. 

Bei aller sportlichen Konkurrenz sind die WPFG ein großes „Familientreffen“ Gleichgesinnter. Am Rande der Wettkämpfe plauschte der amerikanische FBI-Agent freundschaftlich mit dem russischen Feuerwehrmann, Chinesen aus der Volksrepublik traten neben denen aus Taiwan an (sonst ein absolutes Tabu). Selbst Gibralta war, wenn auch nur mit einem einzigen Sportler, vertreten. 

Viele Nationen bieten ihren Athleten Erfolgsprämien, organisieren und bezahlen die Reise. Die deutschen Sportler sind dabei auf sich gestellt. Sachsen-Anhalt gewährte seinen Teilnehmern zumindest ein paar Tage Sonderurlaub. Der Dank und die Anerkennung des Ministers waren den Sportlern darüber hinaus Ansporn genug.

Von Christian Wohlt

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