Grundhafter Ausbau im zweiten Bauabschnitt

Stendaler Priesterstraße: Alles neu auf 173 Metern

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Straßenbeleuchtung, Trink-, Regen- und Abwasserleitung sind unter anderem ins Erdreich der Priesterstraße zu bringen, bevor neue, Schall reduzierende Steine wie im ersten Bauabschnitt die neue Fahrbahndecke bilden werden.

Stendal. Ein einheitliches Bild wird entstehen. Geplante Gesamtkosten: 420 000 Euro. Die erste Hälfte wurde im Jahr 2013 geschafft – von Höhe „Haus der Vereine“ bis zur Breiten Straße. Nun ist der zweite Abschnitt der Priesterstraße in Stendal fällig.

Er umfasst den Bereich, beginnend am Ostwall, bis zum ersten, fertigen Abschnitt. Auf 173 Metern wird die Fahrbahn samt Nebenanlagen grundhaft ausgebaut.

Wer aktuell mit seinem Fahrzeug in die Stendaler Priesterstraße will, muss eine Umleitung nehmen.

Die Stendaler Stadtwerke wollen in diesem Zuge ihre Leitungen und Kanäle – Schmutz-, Trink- sowie Abwasser – erneuern. Inbegriffen in der Komplettsanierung ist zudem die Straßenbeleuchtung, welche neu installiert werden soll. Vorgesehen sind sieben neue LED-Lampen. Die reinen Baukosten belaufen sich auf rund 350 000 Euro. Hinzu kommen die Ausgaben für die Planung (zirka 40 000 Euro) sowie die Kosten für die archäologischen Grabungen (30 000 Euro). Diese werden laut Beschluss aus dem vergangenen Jahr aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz – Gesamtmaßnahme Altstadtkern“ genommen. Die ehemalige Pflasterstein-Straßendecke war in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Buckelpiste verkommen, was auf eine mangelnde Tragfähigkeit des Unterbaus zurückzuführen war. Auch die Gehwege waren in einem desolaten Zustand.

Wer das alte Straßenpflaster befuhr, sorgte außerdem für eine erhöhte Lärmbelästigung. Die Fahrbahn erhält nun einen Belag aus Betonstein-Rechteckpflaster mit Natursteinvorsatz. Dieser soll die Schallemission deutlich verringern.

Wichtig für innerstädtische Parkplatzsuchende und Anwohner der Priesterstraße: Am südlichen Fahrbahnrand sind zirka 25 Stellflächen laut Planung in Längs- und Schrägaufstellung geplant.

Von Alexander Postolache

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