Listenparteitag der Freien Wähler in Stendal / Altmärker gut vertreten

Ärger über Landeswahlleiterin in Stendal

Nico Schulz, Andrea Menke, Nils Krümmel und Henning von Katte von Lucke wollen mit den Freien Wählern bei der Landtagswahl im Juni erstmals in den Landtag von Sachsen-Anhalt einziehen.
+
Nico Schulz, Andrea Menke, Nils Krümmel und Henning von Katte von Lucke wollen mit den Freien Wählern bei der Landtagswahl im Juni erstmals in den Landtag von Sachsen-Anhalt einziehen.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
    schließen

Stendal – Ins Hotel Schwarzer Adler hatten am Samstag die Freien Mitglieder ihre Wähler zum Listenparteitag für die Listenplätze der kommenden Landtagswahl eingeladen. Die Altmark ist auf den Plätzen der vor allem in Bayern sehr präsenten Partei stark vertreten.

Osterburgs Bürgermeister kandidiert auf Listenplatz zwei, Nils Krümmel (Salzwedel, Platz vier), Henning von Katte von Lucke (Stendal, Platz sieben), Dirk Kuke (Gardelegen, Platz zwölf), Renee Sensenschmidt (Salzwedel, Platz (17) und Steimkes Ortsbürgermeister Frank Kaskowski auf Rang 20 komplettieren die Listenplätze aus der Altmark, wobei hier festzustellen ist, dass die Kandidaten auf den hinteren Listenplätzen nur dann in den Landtag einziehen werden, wenn die Freien Wähler einen außerordentlichen Wahlerfolg feiern sollten. Für Nico Schulz wiederum bedeutet dies, dass er auch dann in den Landtag einziehen wird, falls er kein Direktmandat gewinnen sollte, aber die Partei die Fünfprozenthürde überspringt.

Bereits im Vorfeld hatte die Partei deutlich gemacht, dass sie auf den Präsenzparteitag gerne verzichtet hätte. „Ich bin nicht froh, dass wir uns hier heute treffen müssen“, machte die Vorsitzende Andrea Menke mit Blick auf die Corona-Infektionslage in ihrem Grußwort unmissverständlich klar. Das Landeswahlgesetz schreibt für Parteien, die nicht im Landtag vertreten sind, einen Präsenzparteitag, auf dem die Kandidaten gekürt werden, zwingend vor. Bis Mitte April hat die Partei nun Zeit, 1000 Unterschriften für die Landesliste zu sammeln, um überhaupt an der Wahl teilnehmen zu können. Pro Wahlkreis müssen weitere 100 Unterschriften gesammelt werden. Hier hätte sich die Partei ein Entgegenkommen der Landeswahlleiterin gewünscht. „Es ist doch eher abschreckend, wenn Menschen mit Masken Unterschriften sammeln während sie von Haus zu Haus gehen“, so die Hallenserin Menke, die auf Listenplatz eins antritt.

Bevor die Kandidaten am Samstag auf die einzelnen Listenplätze gewählt wurden, richtete der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger ein Grußwort an seine Mitglieder. Das Lob für den noch sehr jungen Landesverband in Sachsen-Anhalt machte er auch an Zahlen fest: „Mit 270 Mitgliedern seit ihr der viertstärkste Landesverband“. Aiwanger wandte sich per Videobotschaft an seine Partei. Regionalvereinigungsvorsitzender Nils Krümmel machte sich dafür stark den ländlichen Raum zu stärken. „Wir sind ein Flächenland“, sagte er besonders mit Blick auf die Altmark, die zwar fast ein Viertel der Gesamtfläche des Landes ausmache, aber auf die sich nur acht Prozent der Wähler verteilen würden.

Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz stellte in aller Kürze das Wahlprogramm der Partei vor, das unter anderem eine Vervierfachung der Finanzmittel des Landes an die Kommunen vorsieht. Sie sollen von derzeit 300 Millionen Euro auf 1,2 Milliarden im Jahr steigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare