Mit dem Hochsicherheitsspiel in Magdeburg werden Erinnerungen an Hansa-Krawalle in Stendal wach

„Ähnlicher Ausraster nicht zu erwarten“

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Stendal vor zehn Jahren: Hansa-Fans bewerfen Polizisten mit Steinen, Autos brennen. Auch Feuerwehrleute werden am Bahnhof der Rolandstadt attackiert. Es kommt zu mehreren Festnahmen.

Stendal / Magdeburg. Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren verwüsteten Hansa-Hooligans den Stendaler Bahnhof. Das Bild der Zerstörung hat sich tief ins kollektive Gedächtnis der Rolandstadt eingegraben.

„Ein ähnlicher Ausraster ist dieses Mal wohl nicht zu erwarten, aber dennoch sind wir natürlich auf alles vorbereitet“, sagt Romy Gürtler, Sprecherin der Bundespolizei. Heute treffen der FC  Hansa Rostock und der 1. FC Magdeburg aufeinander. Die Ordnungshüter rechnen mit Hunderten gewaltbereiten Fans, von denen etliche auch Züge über Stendal nutzen dürften. „Uns ist bislang nichts bekannt, dass gerade die Rostocker irgendwas in Stendal planen“, so die Polizeisprecherin auf Nachfrage der AZ.

Anfang 2006 zündeten Randalierer fünf Einsatzwagen und vier Privatautos an. Die Ausschreitungen dauerten länger als zwei Stunden, vier Polizeibeamte wurden verletzt, zwei davon schwer. Auslöser der Krawalle war die Absage eines Spiels in Braunschweig. Die Polizei rief mehrere Hundertschaften aus Berlin und Niedersachsen hinzu. Ursprünglich sollten die Hansa-Fans in Stendal nur umsteigen.

Die Bundespolizei will auf den Bahnhöfen entlang der Strecken Wittenberge – Stendal – Magdeburg sowie Rathenow – Stendal – Magdeburg heute verstärkt präsent sein.

Von Marco Hertzfeld

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