Hansestadt Werben will Storchen-Museum gründen / Tourismusbüro nun auch im Winter geöffnet

„Adebareum“ beflügelt im Elbtor

Die Hansestadt Werben will ein Storchen-Museum eröffnen. Die Neuheit soll im zweithöchsten Bauwerk, im Innern des Elbtors, eingerichtet werden. Wann das Museum in Betrieb gehen kann, „hängt von den Mitteln ab“, betont der Bürgermeister. Fotos (2): Mahrhold

Werben. Ein Alleinstellungsmerkmal, wie es Oldtimer-Fans aus Osterburg und Umgebung mit Mitstreitern des Goldbecker Vereins zur Pflege Altmärkischen Brauchtums (VAB) in Iden letzte Woche als „Agraneum“ eröffnet haben, könnte es bald auch in der Hansestadt Werben geben.

In ihrem zweithöchstem Gebäude, dem Elbtor, will der Bürgermeister „ein kleines Storchen-Museum“ einrichten, hat Jochen Hufschmidt (parteilos) öffentlich angekündigt. In Anlehnung an die Namenswahl der Vorreiter in Iden könnte die Neuheit nach dem germanischen Wort Adebar (Sumpfgänger) für Storch „Adebareum“ heißen, schlägt die AZ vor.

Die Idee des Bürgermeisters ist mehr als naheliegend. Keine Stadt weit und breit hat eine solche Storchendichte wie die weltkleinste Hansestadt. Das neue Storchen-Museum soll im Inneren des Elbtores untergebracht werden, das bekanntlich beste Ausblicke auf Werbens Storchenhorste bietet. Im Turm befindet sich bereits das Elbtormuseum. Wann dort die Abteilung für Adebare eröffnet werden kann, „hängt von den Mitteln ab“, erklärt Hufschmidt.

Zum weiteren Aufschwung des Tourismus’ im nördlichen Landkreiszipfel geht Werbens Rathauschef aber nicht nur mit der Idee vom Storchen-Museum schwanger. Er hat auch durchgesetzt, dass das Werbener Tourismusbüro erstmals seit Langem den Winter über geöffnet hat. Diese Regelung gilt seit Anfang der Woche. Die personelle Voraussetzung schuf der Bürgermeister im jüngsten Stadtrat, als er die Personalie auf die Tagesordnung des nicht öffentlichen Teils setzen ließ.

Voran geht es aber auch mit dem Rathaus-Umbau. Wenn auch erstmal nur in räumlicher Hinsicht. Diesen Schritt hatte der neue Chef, der seit September 2013 das Sagen hat, zu Beginn seiner Amtszeit angekündigt. So wird das Tourismusbüro der Hansestadt nun seinen Standort eine Etage tiefer ins Erdgeschoss des Rathauses verlegen und sich damit in direkter Nachbarschaft der Anfang Dezember auf gleicher Ebene eröffnenden Hausarzt-Praxis befinden (AZ berichtete). In ein anderes Büro zieht auch das Archiv, das sich dann im ersten Stockwerk befinden wird. Dort hat auch das Team des Bürgermobils vom Verein „Miteinander-Füreinander“ seinen Sitz, das bekanntlich erst vor Kurzem mit dem Demografie-Preis ausgezeichnet wurde.

Von Antje Mahrhold

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