Erste Novemberwoche angepeilt / Neubau Tiergartenkiosk soll bald folgen

Abriss im Stendaler Tiergarten steht kurz bevor

Alles was noch gut ist, wird wiederverwendet: Vor dem geplanten Abriss des Tiergartenkiosks sind Arbeiter damit beschäftigt, Pflastersteine, Fenster und Regenrinnen abzubauen. 
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Alles was noch gut ist, wird wiederverwendet: Vor dem geplanten Abriss des Tiergartenkiosks sind Arbeiter damit beschäftigt, Pflastersteine, Fenster und Regenrinnen abzubauen.

Stendal – Das schwere Gerät ist noch nicht im Tiergarten vorgefahren, aber es lässt sich schon erahnen, dass der Abriss des Kiosks kurz bevorsteht: Arbeiter sind damit beschäftigt das alte Gebäude auszuräumen. Gleichzeitig wird alles ausgebaut, was noch zu gebrauchen ist.

„Wäre ja schade drum, wenn das wegkäme“, erklärt Tiergartenleiterin Anne-Kathrin Schulze. Regenrinnen werden abgenommen, Fenster abmontiert, Pflastersteine ausgehoben und gereinigt. Auch ein paar alte Wärmespeicheröfen seien noch im Gebäude gewesen, die anderswo im Tiergarten einen neuen Platz finden können, zählt Schulze auf.

Auf das genaue Datum des Abrissbeginns will sich keine der beteiligten Firmen und Organisationen exakt festlegen. Angepeilt werde der Montag, 2. November, aber Zeitverschiebungen bei anderen Projekten könnten für kurzfristige Verzögerungen sorgen. Auch dem städtischen Bauamt wurde der 2. November als Starttermin gemeldet, wie Stadtsprecher Armin Fischbach mitteilt.

Dass der Termin nicht hundertprozentig festgestellt werden könne, sei aber nichts Ungewöhnliches. „Das ist so beim Bau“, erklärt Holger Hampe von der ausführenden Abbruch- und Recyclingfirma. Eines stehe jedoch fest, und da sind sich alle Beteiligten von der Stadt, über die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) bis zur Abbruchfirma einig: In der ersten Novemberwoche soll es losgehen.

Für rund sechs oder sieben Arbeitstage würde die Firma dann im Tiergarten arbeiten, sagt Hampe. Dabei werde nicht nur der alte Kiosk abgerissen. Ein altes Tiergehege in der Nähe soll ebenfalls entfernt werden. „Das stammt aus den 70er Jahren“, schätzt Schulze. Mittlerweile sei es einfach nicht mehr zeitgemäß. „Die Tierpfleger müssten gebückt durch die niedrigen Türen gehen“, erläutert die Tiergartenleiterin. Man habe sich dazu entschlossen, den Abbruch gleichzeitig mit dem Kiosk zu unternehmen. „Es wäre ja Quatsch, wenn die Firma zweimal kommen muss.“

Sofern alles nach Plan läuft, soll der Rohbau für den neuen Tiergartenkiosk noch 2020 fertiggestellt werden, hatte SWG-Geschäftsführer Daniel Jircik im Sommer im AZ-Gespräch erklärt. Das würde es ermöglichen, dass während der kalten Jahreszeit der Innenausbau vorangetrieben werden kann.

Die Pachtfrage für den Tiergartenkiosk ist weiterhin offen. Gerüchten, dass die SWG einen möglichen Kandidaten in der Hinterhand habe, schiebt Jircik jedoch einen Riegel vor: „In diesem Fall bauen wir nur“, stellte er fest. Nach Abschluss der Arbeiten werde das Objekt der Stadt übergeben.

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