Info-Abend des BUND in Tornau / Keine Lärmschutzwände für Autobahntrasse in Planung

A 14: „N icht alle Optionen berücksichtigt“

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Der Planungsabschnitt der A 14 zwischen Lüderitz und Uenglingen war Thema beim Info-Abend des BUND in Tornau.

mih Tornau. „Es geht uns nicht darum, Stimmung gegen die Autobahn zu machen“, sagt Bernd Schilf, Beisitzer im Landesvorstand des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), „wir wollen lediglich den betroffenen Bürgern unsere Kenntnisse zur Verfügung stellen.

“ Zu einer Infoveranstaltung über den Planungsabschnitt der A 14 zwischen Lüderitz und Uenglingen hatte er am Freitagabend in das Tornauer Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Tornau ist laut Schilf im Falle des Autobahnbaus nur rund 830 Meter von der Trasse entfernt und wäre daher, zusammen mit Döbbelin, am deutlichsten vom Autobahnbau betroffen.

„Wir bieten diesen Service immer an, wenn ein Planfeststellungsverfahren eröffnet wird“, so Schilf im AZ-Gespräch. Unterstützt von Holger Voigt, der zusammen mit Schilf Mitglied in der Bürgerinitiative „Keine A 14“ ist, stellte er den Trassenverlauf, die Höhe des Trassendamms sowie abschirmende Maßnahmen vor.

„Es sind keinerlei Lärmschutzwände vorgesehen“, berichtete Schilf im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus.

Lärmschutzwände würden nur dann errichtet, wenn sich Wohnhäuser innerhalb einer festgelegten Lautstärkegrenze befinden. Die Grenze, die so genannte Isophone, verläuft parallel zur Fahrbahn. Im Falle des Abschnitts auf Höhe von Tornau würde die Lautstärke an jener Grenze bei 49 Dezibel in der Nacht liegen. Die Isophone ist aber weit genug von der Ortschaft entfernt, sodass kein Lärmschutz erforderlich wäre.

Einige der Anwesenden forderten, die Autobahntrasse solle weiter westlich, auf der Flurgrenze zwischen Tornau und Möringen, verlegt werden. „Manchmal habe ich den Verdacht, dass die Planer nicht alle Optionen berücksichtigt haben“, so der Werbener Bernd Schilf.

„Ich würde Ihnen raten, eine Stellungnahme abzugeben“, so das BUND-Vorstandsmitglied, „auch wenn es wahrscheinlich nichts bringt.“

Von Mike Höpfner

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