Offizieller Banddurchschnitt am 14. September

A14-Abschnitt zwischen Colbitz und Tangerhütte früher fertig

Abfahrt Tangerhütte/Dolle: In nicht ganz acht Wochen kann hier der Verkehr rollen.
+
Abfahrt Tangerhütte/Dolle: In nicht ganz acht Wochen kann hier der Verkehr rollen.

Dolle – Das gibt es auch nicht alle Tage. Der A14-Abschnitt zwischen Colbitz und der Anschlussstelle Tangerhütte (bei Dolle) wird früher fertig als geplant. Ursprünglich sollte die Strecke erst im November für den Verkehr freigegeben werden.

Nun ist der offizielle Banddurchschnitt, zu dem auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erwartet wird, bereits am 14.  September vorgesehen. Diesen Termin gab Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) gestern bei einem Baustellenbesuch in Dolle bekannt.

Bisher befahrbar ist in Sachsen-Anhalt seit 2014 nur ein rund sechs Kilometer langes Stück der A14-Nordverlängerung bei Colbitz. Lange wurde juristisch um die Fortführung Richtung Norden gestritten. Erst ein Kompromiss zwischen Planungsbehörde und der Umweltschutzorganisation BUND machte den Weg frei. Baubeginn für den knapp neun Kilometer langen und 98 Millionen Euro teuren Folgeabschnitt bis Tangerhütte war im Sommer 2017. Die Arbeiten verliefen reibungslos. „Wir können genauso schnell bauen wie die Chinesen. Nur die Planungen dauern bei uns immer etwas länger“, scherzte Webel.

An dem 15 Kilometer langen Folgestück bis Lüderitz wird seit 2018 gebaut. Wegen der Länge und der anspruchsvollen Bauwerke in diesem Bereich sind hierfür fünf Jahre Bauzeit und Kosten von 150 Millionen Euro veranschlagt. Für drei weitere Abschnitte liegt Baurecht vor, für zwei weitere stehen die Planungen vor dem Abschluss.

Als Gesamtkosten für den insgesamt 155 Kilometer langen Autobahn-Lückenschluss zwischen Magdeburg und Schwerin werden auf 1,5 Milliarden Euro beziffert. Bisher sind knapp 45 Kilometer, überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern und dem Land Brandenburg, befahrbar. Das Gesamtprojekt soll Mitte der 2020-er Jahre fertig sein, sagte Webel.

Wie gestern ebenfalls bekannt wurde, übernimmt ab 1. Januar 2021 die neu gegründete Autobahn-GmbH des Bundes die Verantwortung für Planung, Bau und Betrieb von Autobahnen in den Bundesländern. VON CHRISTIAN WOHLT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare