Investitionsbank sieht sich zu Unrecht angegriffen

53-Stunden-Woche für die Berater in Sachen Fluthilfe

+

ct Stendal / Magdeburg. Das Thema Fluthilfe lässt weiter die Emotionen hochkochen. Die Investitionsbank (IB) Sachsen-Anhalts sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt.

„Wir sind enttäuscht und sauer“, reagiert Pressesprecherin Michaela Möllhoff auf den Vorwurf des SPD-Landtagsabgeordneten Ralf Bergmann, IB und Landesregierung würden in Sachen Fluthilfe zu wenig tun, um die Betroffenen vor Ort zu erreichen und ihnen unbürokratisch zu helfen („Einfach mal auf die andere Elbseite kommen“, Altmark-Zeitung, 14. Februar).

„Unsere Berater haben in den vergangenen Monaten 26 Vor-Ort-Termine in den betroffenen Hochwasserregionen realisiert. Mehr als 1700 Menschen haben die Hilfe dankend angenommen. Die Mitarbeiter der Investitionsbank haben bei der Antragstellung zur Fluthilfe geholfen, aber den Betroffenen auch Mut zugesprochen. Allein in Schönhausen waren wir in den letzten sieben Monaten fünfmal, zuletzt am 21. Januar“, berichtet Möllhoff. „Mitarbeiter kommen abteilungsübergreifend zum Einsatz, gesetzliche Höchstarbeitszeiten von 53 Stunden pro Woche werden ausgenutzt. Darüber hinaus haben wir 20 Neueinstellungen vorgenommen.“

Sie bestätigt, dass die Antragstellung mit Aufwand verbunden ist. Gutachten oder Kostenvoranschläge seien für die Bewilligung der Flutgelder aber dringend erforderlich. „Am Ende trägt aber auch die Investitionsbank die volle Verantwortung für den sachgerechten Einsatz der öffentlichen Mittel“, erklärt die Sprecherin. Der einwandfreie Einsatz der Hilfsgelder, die zum Großteil aus nicht betroffenen Bundesländern kämen, müsse vorab geprüft werden, so würden spätere Rückforderungen vermieden.

„Als zentrale Förderbank des Landes Sachsen-Anhalt haben wir Gesicht gezeigt. Wir haben uns für eine im zulässigen Maße unkomplizierte Umsetzung stark gemacht“, so Möllhoff abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare