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22 Wochen Verzug: Neuer Schule in Stendal rennt die Zeit davon

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Von: Marco Hertzfeld

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Am Haferbreiter Weg in Stendal entsteht eine neue kommunale Grundschule.
Die neue Grundschule am Haferbreiter Weg soll weiter Formen annehmen. Gerade für den Außenbereich bleiben nur noch einige Monate Zeit. Eine Aufgabe steht: Das neue Schuljahr soll Ende August im Komplex starten. © Marco Hertzfeld

Der neuen Grundschule am Haferbreiter Weg in Stendal rennt allmählich die Zeit davon. 22 Wochen ist der Millionenbau in Verzug. Das neue Schuljahr soll in dem neuen Komplex starten. Es könnte eine Punktlandung werden.

Stendal – Die Daten zur neuen Grundschule in Stendal lassen sich allmählich verlässlich in den Kalender eintragen. „Der Umzug ist ab Mitte Juli geplant“, teilt Stadtsprecherin Susanne Hellmuth auf Nachfrage dieser Zeitung mit. Und: „Das neue Schuljahr startet im neuen Schulgebäude.“ Konkret: Die Sommerferien 2022 in Sachsen-Anhalt enden am 24. August, einem Mittwoch. Der 25. August ist demnach der Tag, den sich Chronisten vielleicht genauer notieren werden. Es läuft auf eine Punktlandung hinaus, nicht mehr und nicht weniger. Viel darf nicht mehr passieren, damit der Übergang reibungslos gelingen kann. Der Zeitverzug liegt aktuell bei 22 Wochen, entstanden scheint er nicht zuletzt im ersten Bauwinter 2020/21. Jedenfalls ist anderes aus dem Rathaus nicht weiter zu hören.

Noch steht der Komplex am Haferbreiter Weg ohne richtigen Namen da. „Die Namensgebung ist in der Findungsphase“, bekräftigt Hellmuth. „Der Stadtrat wird voraussichtlich in der Sitzung am 25. April abschließend zu entscheiden haben.“ Den Namen Petrikirchhof einfach mitzunehmen, ergibt für die Beteiligten wenig Sinn. Was nach dem Umzug aus dem alten Gebäude am Petrikirchhof wird, scheint offen. Der eine oder andere mögliche Name für den neuen Standort kursiert bereits (die AZ berichtete). Die AfD-Stadtratsfraktion brachte vor einiger Zeit den einstigen Reichskanzler Otto von Bismarck ins Spiel, die Gruppe „Herz statt Hetze“ später Irina Korschunow, eine Buchautorin. Bislang firmiert der staatliche Lernort unter dem Arbeitstitel „Grundschule am Haferbreiter Weg“.

Der neue kommunale Komplex bietet 150 Schülern und 120 Hortkindern Platz. Natürlich würden der Abschluss der Arbeiten und die Einweihung auch angemessen gefeiert, lässt Hellmuth nach Rücksprache mit den Fachämtern weiter wissen. Da die Erst- bis Viertklässler eine Einweihungsfeier mitgestalten wollen, wird die Festivität erst weiter nach der Betriebsaufnahme Anfang September stattfinden. So ist es jedenfalls derzeit vorgesehen. Aktuell sind die Ausbaugewerke weiter zugange, das heißt, der Innenausbau läuft noch. Ähnliches gilt für die Außenanlagen. Im September 2020 hatten erste Arbeiten in direkter Nachbarschaft zur Haferbreite-Sporthalle so richtig begonnen. Knapp drei Jahre Vorbereitung lagen da schon hinter allen Beteiligten aus Politik und Verwaltung.

„Der veranschlagte Kostenrahmen konnte bisher eingehalten werden“, informiert die Stadtsprecherin weiter, ohne in dem Moment stärker auf die Zahlen einzugehen. Die geplanten Ausgaben insgesamt waren zuletzt im Dezember mit rund 7,3 Millionen Euro angegeben worden. Zur besseren Erinnerung: Dass sich Stendal einen millionenschweren Neubau leistet, war nicht unumstritten. In den politischen Gremien wurde kräftig diskutiert, das liebe Geld spielte eine zentrale Rolle. Anfangs war die Rede von 5,3 Millionen Euro, die in die neue Schule gesteckt werden müssten. Inwieweit die Kosten für das städtische Bauprojekt von Beginn an zu niedrig angesetzt waren, lässt sich für Außenstehende nur schwer sagen. Die Hansestadt Stendal ist Träger von insgesamt sechs Grundschulen.

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