Tiefbauamt erarbeitet konkrete Details zu Kosten und Gestaltung der Anlage auf dem Marktplatz

Stendals Marktplatz: 150.000 Euro für das Wasserspiel

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Das Wasserspiel soll laut Plan des Tiefbauamtes auf der westlichen Marktplatz-Seite vor der Baumreihe umgesetzt werden. Die Kosten würden rund 150 000 Euro betragen.

Stendal. Die Pläne für ein mögliches Wasserspiel auf dem Marktplatz (AZ berichtete) haben konkretere Formen angenommen. Neben einem Vorschlag zur Gestaltung hat das Tiefbauamt nun auch den Kostenrahmen für das Projekt abgesteckt.

Es handelt sich um veranschlagte Kosten in Höhe von 150 000 Euro. Einer Beschlussvorlage zufolge, die in der kommenden Woche unter anderem im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt werden soll, sieht das Tiefbauamt die Anlage auf der westlichen Hauptfläche des Marktes vor. Konkret soll das Wasserspiel, sofern es in den Ausschüssen und im Stadtrat eine mehrheitliche Zustimmg dafür gibt, vor der Baumreihe gegenüber des Rathauses gebaut werden.

Auch zu der technischen Ausführung liefert das Tiefbauamt Einzelheiten. So soll das Wasserspiel aus bis zu 12 wechselweise steuerbaren Düsen bestehen. Weiterhin wird in der Vorlage empfohlen, das Wasserspiel ebenerdig umzusetzen. Wie die Verwaltung mitteilt, soll eine „bandartige Anordnung von 12 ebenerdigen, überfahrbaren Düsen“ umgesetzt werden. Was die Höhe der Wassersäulen betrifft, so sollen die Vorgaben von 50 Zentimetern bis einen Meter nicht überschritten werden. Die einzelnen Säulen sollen im wechselseitigen Betrieb funktionieren. „Die genaue Ausgestaltung bleibt in Abhängigkeit des Kostenumfanges der konkreten technische Ausführungsplanung vorbehalten“, heißt es weiter. Dies bedeutet lediglich, dass sich ein endgültiges Design erst dann ergeben kann, wenn alle technischen Fragen geklärt sind.

Die Frage nach der Finanzierung scheint bei der Rolandstädter Verwaltung bereits geklärt zu sein. Ein Teil, rund 90 000 Euro, stammt aus Mitteln des Programms „Städtebaulicher Denkmalschutz“, der bislang bei anderen Maßnahmen eingespart werden konnte. Die übrigen etwa 60 000 Euro fließen aus Mehreinnahmen des Programms „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“, die im Haushaltsjahr 2015 erzielt werden konnten. Der Bau des Wasserspiels werde sich „nicht negativ auf geplante Maßnahmen auswirken“, so die Vorlage aus dem Tiefbauamt.

Die Planung für ein Wasserspiel geht zurück auf die Initiative von zahlreichen Anliegern und Geschäftsinhabern auf dem Marktplatz. Im Rahmen der Sanierung des Marktplatzes und der Straße „Am Markt“ unterbreiteten sie den Wunsch, ein Wasserspiel in den Platz zu integrieren. Der Verwaltung wurden hierzu 382 Unterschriften vorgelegt. Mit der Errichtung der Anlage soll „die Attraktivität des Marktplatzes erheblich aufgewertet werden“. Eine höhere Aufenthaltsqualität würde bei Bürgern und Besuchern der Stadt auch für eine höhere Verweildauer sorgen.

Von Mike Höpfner

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