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L15-Verlegung ab September im Bau

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Von: Lisa Maria Krause

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Die L 15 zwischen Schernikau und Uenglingen. Die Stümpfe von gefällten Bäumen. Im Hintergrund fahren Autos.
Einige Bäume zwischen Uenglingen und Schernikau sind bereits im Februar dem Bau der A14-Auffahrt gewichen. Als Nächstes ist die L 15 selbst dran. © Lina Wüstenberg

 Der Bau einer Verlegung der Landesstraße 15 zwischen Uenglingen und Schernikau soll im September starten, wie Steffen Kauert, Leiter der Autobahn-Außenstelle Magdeburg, auf AZ-Anfrage mitteilt.

Stendal - Die bauzeitliche Umfahrung dient der Errichtung der Auffahrt Stendal-Mitte zur neuen Altmarkautobahn. Nicht nur die Verkehrsteilnehmer müssen umschwenken, auch Fahrradfahrer sind davon betroffen.

Eine Strecke von etwa zwei Kilometern wird zeitweise versetzt, wie Kauert erklärt. Dies passiere „wenige Meter nördlich der vorhandenen Trasse“. So sollen die Ingenieurbauwerke Platz für die Anschlussstelle wie die „neue“ L 15 bekommen.

Außerdem könnten so eine längere Sperre und großräumige Umleitungen vermieden werden. Bis spätestens Januar 2023 ist der Bau der Umfahrung geplant, danach geht die Errichtung des Anschlusses los. Der gesamte Abschnitt Lüderitz bis Stendal soll bis 2025 fertig sein.

Entlang der L 15 gibt es vor Ort auch einen Radweg. Auch dieser kann während der Arbeiten an der Autobahn nicht genutzt werden. Also müssen die Radfahrer in dieser Zeit auf die Straße ausweichen. „Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Bereich der Umfahrung auf 50 Kilometer pro Stunde festgelegt“, erläutert der Leiter der Außenstelle.

Schon seit Monaten erfolgen vorbereitende Maßnahmen an der L 15. Die Formulierung „naturschutzrechtliche Gründe“ für die Fällung einiger Bäume, die Meike Portius, Leiterin der Landesstraßenbaubehörde, gegenüber der AZ gewählt hatte, sei so nicht ganz zutreffend, korrigiert Kauert. Ja, aus solchen Gründen wurde das Zeitfenster bis Ende Februar gewählt, aber eigentlich gehe es erneut um die Baufreiheit.

Zwischen März und September dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz keine Bäume gefällt werden. Zu den vorbereitenden Maßnahmen gehören zudem Vermessungen, Kampfmittelsondierungen, archäologische sowie Baugrunduntersuchungen. Auch Versorgungsleitungen werden bereits verlegt.

Die Abschnitte Stendal bis Stendal-Mitte und bis Osterburg sollen zeitgleich 2027 freigegeben werden. Dort würden „spätestens im dritten Quartal 2022 Bauarbeiten deutlich erkennbar Fahrt aufnehmen“, kündigt Kauert abschließend an. Die Gesamtbaumaßnahme Lüderitz bis Osterburg kostet rund 330 Millionen Euro.

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