Spitzenkandidatin erklärt Kampf gegen das Projekt als verloren

A 14-Bau: Grüne machen Kehrtwende

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Bisher rollt der Verkehr auf der A 14-Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt nur auf einem Abschnitt zwischen Mose und Colbitz.

ct Magdeburg / Altmark. Bündnis 90 / Die Grünen im Land geben sich im Kampf um die Altmark-Autobahn geschlagen. Das gestand Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, Claudia Dalbert, am Donnerstag in einer Rundfunksendung bei MDR Sputnik ein.

„Die Schlacht um den A 14-Ausbau haben wir verloren. Es wird jetzt darum gehen, das vernünftig hinzubekommen“, sagte sie. Es seien gute Alternativvorschläge gemacht worden, damit habe man sich aber letztendlich nicht durchsetzen können, erklärte die Grüne-Politikerin.

„Ich begrüße die Einsicht von Claudia Dalbert ganz ausdrücklich, auch wenn dies für die Menschen in der Altmark reichlich spät kommt. Ich freue mich, dass die Notwendigkeit des Baus nun endlich auch die Grünen erkannt haben. Gut so, denn das ewige Dagegen passt einfach nicht mehr in die Zeit“, reagierte Verkehrsausschussmitglied Hardy Peter Güssau (CDU) auf die Nachricht. Die Grünen sollten sich nach dieser Kehrtwende nun auch öffentlich von der „Klagewut des BUND“ distanzieren, so der Stendaler Abgeordnete.

Die Umweltschutzorganisation BUND hat den Bau der Strecke in Sachsen-Anhalt bisher durch Klagen gegen jeden Planfeststellungsbeschluss gebremst. Es gibt aber Signale, dass diese Blockadehaltung nun bröckelt. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte in einem AZ-Interview gesagt, dass der größte Knackpunkt nun nur noch die Elbquerung bei Wittenberge sei.

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