Angeblicher Neffe bat Stendalerin um finanzielle Hilfe für Hauskauf

13.000 Euro übergeben: Seniorin wird Opfer von Trickbetrug

ds Stendal. Wieder haben es Trickbetrüger geschafft: Eine Seniorin (87) aus Stendal übergab unbekannten Tätern 13.000 Euro in bar. Diese hatten vorher bei ihr angerufen und sich als Neffe ausgegeben, der Geld für einen Hauskauf benötige, teilt die Polizei heute mit.

Die Rentnerin erhielt am Donnerstagvormittag einen Telefonanruf, in dem sie von dem vermeintlichen Neffen um finanzielle Hilfe gebeten wurde. Für einen schnellen Hauskauf würden noch etwa 19.000 Euro benötigt. Die 87-Jährige holte das Geld von der Bank und erhielt im Verlauf des Vormittags noch weitere Anrufe ihres „Neffen“. So kam es letztendlich sogar zu einer Geldübergabe. 

"Natürlich konnte der „Neffe“ nicht persönlich vorbeikommen, sondern beauftragte jemanden das Geld abzuholen", heißt es im Bericht der Stendaler Polizei. Die Rentnerin übergab dem Unbekannten schließlich 13.000 Euro. Noch am Nachmittag kamen allerdings Zweifel in ihr auf, sodass sie sich an die Polizei wandte.

Der unbekannte Geldempfänger kann wie folgt beschrieben werden:

- ca. 170 bis 175 cm groß
- ca. 55 bis 60 Jahre alt
- etwas kräftigere Gestalt
- er war mit einem dunkelblauen Anorak, einer dunklen Stoffhose und einer dunkelblauen Schirmmütze bekleidet
- er hatte eine dunkle Umhängetasche aus Stoff bei sich
- der Mann sprach nicht fließend deutsch

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Tipps der Polizei

Die Polizei rät in derartigen Fällen unbedingt misstrauisch zu sein. Vergewissern Sie sich, dass der Anrufer wirklich ein Verwandter ist und rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten Nummer zurück. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Beenden Sie das Telefonat, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert und übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen. Melden Sie aufdringliche Personen oder verdächtige Anrufe und Besuche der Polizei.

Rubriklistenbild: © dpa

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