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10,8 Millionen Euro für Flutopfer

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Fischbeck war der wohl am stärksten betroffene Ort entlang der Elbe beim Juni-Hochwasser im Land- kreis Stendal. Ministerpräsident Reiner Haseloff zieht nun eine Zwischenbilanz zur finanziellen Hilfe.

Altmark/Magdeburg. Bei der Landesregierung sind bislang 848 Anträge von Flutopfern auf finanzielle Unterstützung beim Wiederaufbau des eigenen Zuhauses eingegangen.

„Diese Anträge haben ein Gesamtvolumen von 18,8 Millionen Euro, davon sind 10,8 Millionen bereits ausgezahlt worden“, resümierte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff gestern im Gespräch mit der Altmark-Zeitung.

Bei einigen Anträgen würden noch Unterlagen wie zum Beispiel Kostenvoranschläge fehlen oder die Bedingungen vor Ort ließen eine Sanierung bislang nicht zu. „Denn noch immer sind in den Flutgebieten nicht alle Häuser trocken“, erklärt der Regierungschef.

Er habe sein Versprechen eingehalten, dass den Betroffenen unbürokratisch geholfen werde, betont Haseloff: „Wir legen alle Vorschriften so großzügig wie überhaupt möglich aus.“ Wenn es beispielsweise einem Geschädigten nicht möglich sei, drei Angebote für eine Sanierungsmaßnahme zu bekommen, „dann reichen uns schon Faxschreiben, die belegen, dass man sich zumindest um Angebote bemüht hat“. Ein gewisses Maß an Bürokratie lasse sich aber nicht vermeiden, „schließlich müssen wir auch alle Auszahlungen beim Bund erklären und bei kompletten Neubauten sprechen wir ja durchaus über gewaltige Summen“, so der Ministerpräsident gegenüber der Altmark-Zeitung.

Derweil rechnet die Allianz-Versicherung nach dem Hochwasser mit geringeren Schadenszahlungen als nach der Flut 2002. Nach einer vorläufigen Bilanz seien insgesamt 55 000 Schäden mit 770 Millionen Euro zu begleichen, 2002 seien 800 Millionen ausgezahlt worden. Die Allianz hatte nach der Wende den staatlichen Versicherer in der DDR übernommen.

Von Thomas Mitzlaff

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