Russisches Ballett zu Gast in Stendal / Aufführung von „Dornröschen“ begeistert im Theater der Altmark

In den 100-jährigen Schlaf versetzt

Die böse Fee Carabosse verflucht die Prinzessin, die an ihrem 14. Geburtstag sterben soll. Nur Prinz Désiré kann sie retten. Am Ende wird ein großes Hochzeitsfest gefeiert. Foto: Hammer
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Die böse Fee Carabosse verflucht die Prinzessin, die an ihrem 14. Geburtstag sterben soll. Nur Prinz Désiré kann sie retten. Am Ende wird ein großes Hochzeitsfest gefeiert.

hh Stendal. „Otschen otlitschno – wirklich ausgezeichnet“ kann man in der Muttersprache der Tänzerinnen und Tänzer vom Ballettgastspiel „Dornröschen“ am Sonnabend im Theater der Altmark sagen.

Das klassische russische Ballett aus Moskau, 2004 von Hassan Usmanov in Moskau begründet, begeistert seither mit seinen Inszenierungen die Ballettliebhaber in aller Welt.

Auch in Stendal überzeugten die Tanzkünstler mit ihrem überwältigenden Auftritt vor wochenlang ausverkauftem Haus. Farbenprächtige Kostüme, großartige Ballettkunst – sowohl in den Gruppenauftritten als auch in den künstlerisch durchtrainierten Soli und Pas de deux der Märchendarsteller. Peter Iljitsch Tschaikowski hat mit seiner kongenial dem Libretti angepassten Musik für den Weltruhm der russischen Ballettkunst gesorgt. Der „Vater“ des klassischen Balletts Marius Pepita (1818 – 1910) schuf die heute noch lebendige Choreografie.

Dem „Dornröschen“-Ballett liegt das Grimmsche Märchen zugrunde. Im ersten Akt wird die Geburt der Prinzessin gefeiert, die von der ausgeschlossenen Fee Carabosse verflucht wird. Sie soll an ihrem 14. Geburtstag sterben. Die Fliederfee kann mildern: „Nur“ 100 Jahre Schlaf solle es geben. Ein Prinz wird sie durch seinen Kuss wecken. Das geschieht im zweiten Akt durch den in der Gegend jagenden Prinzen Désiré und endlich kann glücklich Hochzeit gefeiert werden.

Bereits im ersten Akt stellen die Damen und Herren vom Corps de Ballett und die Feen wahrhaft feenartige Tänze in den Raum. Hier beherrscht schließlich Alexej Krul als böse Fee Carabosse mit raumgreifenden Schritten, umwölkt von einem wehenden Zaubermantel die Szene. Die Prinzessin verletzt sich an der Spindel und wird in den angekündigten 100-jährigen Schlaf versetzt. Im zweiten Akt gestalten vor allem Olga Grigorieva als Prinzessin Aurora und Alexander Butrimovich als Prinz Désiré die Szene mit künstlerisch wie artistisch gleichlautenden Ausdrucksformen des klassischen Tanzes. Jeder ihrer Auftritte sowie alle Soloeinlagen der Festgäste bedachten die Besucher mit herzlichem Beifall, der am Ende zu Begeisterungsstürmen anstieg.

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