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Mit Solarparks aus der Finanzmisere

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Von: Thomas Westermann

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Künftiger Standort für Solarpark bei Geestgottberg
Ein Leipziger Unternehmen möchte auf dieser Fläche bei Geestgottberg einen Solarpark errichten. Die Stadt Seehausen würde davon finanziell profitieren. © Westermann

Seehausen. Zwei Solarparks sollen auf dem Gebiet der Hansestadt Seehausen errichtet werden – einer bei Geestgottberg und der andere bei Schönberg. Der Bau-, Ordnungs- und Umweltausschuss der Hansestadt Seehausen begrüßt die Initiativen von zwei Unternehmen, denn letztlich profitiert die Kommune davon finanziell.

Auf einer bewirtschafteten Grünfläche in Geestgottberg plant die Solar Provider Group aus Leipzig einen Fotovoltaikpark. Das Vorhaben stellte Liza Cornils dem Gremium vor. Mit der Errichtung von circa 17 000 Solarmodulen mit einer Leistung von etwa 8,5 Megawatt, das entspreche in etwa der Versorgung von 1900 Haushalten, soll Solarenergie gewonnen werden. Das Unternehmen unterstütze normalerweise alle Standortgemeinden mit 0,2 Cent pro Kilowattstunde produzierten Stroms. Zusätzlich werde die Betreibergesellschaft der Anlage lokal ansässig, sodass die Gewerbesteuer weiterhin an die Kommune gezahlt werden könne. Das Unternehmen beantragt die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit der Ausweisung als Sondergebiet für Fotovoltaik. Nun müsste der Stadtrat der Aufstellung eines Vorhaben- und Erschließungsplanes zustimmen. Doch die Umsetzung wird noch nicht von heute auf morgen umsetzbar sein und eine Weile dauern. Da sich die Fläche im Landschaftsschutzgebiet (LSG) Aland-Elbe-Niederung befindet, muss das Areal herausgelöst werden. Und: Da es sich um Grünland handele, so hieß es, werde kein wertvolles Ackerland weggenommen.

Auf einer rund neun Hektar großen Fläche soll ein weiterer Solarpark bei Schönberg entstehen. Ausgelegt ist der Betrieb ebenso wie bei Geestgottberg für eine Laufzeit von mindestens 30 Jahren, kündigten Matthias Schmidt und Oliver Wortmann bei der Präsentation an. In diesem Zeitraum könne die Kommune mit 1,5 bis 2,5 Millionen Euro rechnen. Für die Abgeordneten um Bürgermeister Detlef Neumann dürfte das angesichts der desolaten Finanzlage Musik in den Ohren sein. Aber Schmidt und Wortmann möchten auch die Bürger mit ins Boot holen, die von der grünen Energie etwas haben sollen. So können Bürgerinnen und Bürger ab 500 Euro in Anlagen investieren und profitieren nach Aussagen von Schmidt und Wortmann davon finanziell.

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