Wegzug von gleich zwei Apotheken schmerzt den Seehäusern

Vom Zentrum an die Peripherie

Ehemaliges Apothekenschaufenster
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Zwei Apotheken haben innerhalb kürzester Zeit das Seehäuser Stadtzentrum verlassen. Verschiedenen Wischestädtern schmerzt der Wegzug.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Gleich zwei Apotheken am Markt und an der Großen Brüderstraße haben in jüngster Zeit das Seehäuser Stadtzentrum verlassen und an der Peripherie neu eröffnet. Einige Wischestädter haben damit ihre Probleme, da ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, weitere Wege haben. Beide Apotheken befinden sich nun in unmittelbarer Nähe, die eine in der Lindenstraße 35, die andere in der Lindenstraße 37a.

Die einstige Unternehmerin und ehemalige Chefin der Kunst- und Trödelmarktweiber, Sigrid Haut, gehört zu jenen, die den Wegzug von den Apotheken aus dem Innenstadtraum überhaupt nicht gut findet. Für Auftritte der Marktweiber hat sie so manches fantasievolle Stück geschrieben. Nun verfasste sie „Die Geschichte von den verschwundenen Apotheken“, in der beispielsweise Königin und König eine Rolle spielen. Darin heißt es unter anderem: „Die Apotheken hatten sich vor den Toren der Stadt neu angesiedelt. Auch dort pulsierte das Leben, vor allem gab es reichlich Parkplätze für die vielen Autos...“

Für die Inhaberin der einstigen Apotheke am Markt sei der Standort ohnehin nur ein provisorischer gewesen, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann ist auch nicht glücklich darüber, dass gleich zwei Apotheken das Zentrum verlassen haben. „Es war früher optimaler, als eine Apotheke sich im Stadtzentrum und eine weitere an der Lindenstraße befunden haben“, sagt das Stadtoberhaupt auf AZ-Anfrage. Durch den Wegzug nun sei die Innenstadt leerer geworden. Doch Rücksprachen Neumanns mit den Apothekern haben ergeben: „Es ist wirtschaftlich besser, dort hinzuziehen. Und aus marktwirtschaftlichen Gründen muss man akzeptieren, wenn die Inhaber einen anderen Standort haben wollen.“

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