Seehäuser Waldbad bei Förderung erneut nicht berücksichtigt

„Aufbruch Ost“ mit Hindernissen

Dr. Walter Fiedler im Seehäuser Waldbad
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Waldbad-Fördervereinsvorsitzender Dr. Walter Fiedler hat bisher mit Förderprogrammen kein Glück.
  • Thomas Westermann
    vonThomas Westermann
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Mit der Sanierung des Seehäuser Waldbades über Förderprogramme will es nicht klappen. Immer wieder werden Anläufe genommen und immer wieder kommen Absagen.

Zum dritten Mal hatte sich die Hansestadt Seehausen um Fördermittel zur Sanierung des inzwischen 83 Jahre alten Waldbades im Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beworben. Es standen 400 Millionen Euro zur Verfügung, bei 1300 Bewerbungen, ein deutliches Zeichen wie hoch der Bedarf ist. Jetzt wurden 200 Millionen an 200 Bewerber vergeben. „Wir waren wieder nicht dabei. Ich gönne jedem den Zuschlag. Ein gewisser Beigeschmack ist aber damit verbunden. Von den 200 Glücklichen kommen 168 aus den alten Bundesländern, das entspricht 84 Prozent, davon gehen an Bayern 42 – dies sind 21 Prozent. In den alten und eigentlich finanziell bessergestellten Ländern werden 73 Bäder saniert. Prima. 32 Objekte, sprich 16 Prozent, wurden in den neuen Bundesländern berücksichtigt, wobei hier sieben Bäder einen Zuschlag bekamen“, gibt sich der Vorsitzende des Fördervereins für das wischestädtische Waldbad und Vize-Bürgermeister, Dr. Walter Fiedler, enttäuscht und fügt hinzu: „Mir ist klar, dass derartige Vergaben immer problematisch sind. Unter dem ‘Aufbruch Ost’ habe ich doch andere Vorstellungen. Zum Glück bin ich Optimist und hoffe auf die nächste Vergaberunde. Irgendwann ist ja vielleicht auch das Seehäuser Waldbad aus dem Jahr 1938 an der Reihe.“

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