Sechstklässler der Gemeinschaftsschule möchten viel lieber die französische Sprache erlernen

Zoff um Russisch-Unterricht

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In der Seehäuser Gemeinschaftsschule soll statt Französisch- nun Russisch-Unterricht angeboten werden.

Seehausen. Gabriel, Sohn von Jenifer Drescher, besucht die sechste Klasse der Seehäuser Gemeinschaftsschule „Johann Joachim Winckelmann“. Der junge Altmärker möchte gern die französische Sprache im Unterricht erlernen, aber stattdessen wird ihm Russisch aufgedrückt.

„Vor einigen Wochen wurden wir vor die Wahl gestellt, ob unsere Kinder Französisch oder Russisch als zweite Fremdsprache wollen. Der Großteil der Eltern und Schüler entschied sich für Französisch“, so Drescher gegenüber der AZ. Dieser Tage bekamen die Erziehungsberechtigten einen Zettel, dem zu entnehmen sei, dass alle Kinder Russisch machen müssen, fügt die Frau hinzu. Und: „Ich finde das eine absolute Frechheit, da die bisherige Französischlehrerin in Rente geht und das natürlich nicht überraschend. Der Klassenlehrer meines Sohnes, Herr Hansens (Englisch/Sport), wird montags bereits an eine andere Schule in Osterburg ausgeliehen. Wieso wird also im Gegenzug nicht ein Französischlehrer oder eine Französischlehrerin an die Seehäuser Gemeinschaftsschule geschickt?“, fragt sich die Mutter. Die Altmärkerin stellt Überlegungen an, ihren Gabriel am Französisch-Unterricht einer anderen Schule teilnehmen zu lassen. Möglich wären auch ein Onlinekurs oder Französisch-Angebote der Volkshochschule.

In der Seehäuser Bildungsstätte war für eine Stellungnahme gestern niemand zu erreichen. Die Osterferien haben begonnen.

Von Thomas Westermann

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