Zehrental-Bürgermeister Michael Seide opfert viel Zeit für Beruf und Ehrenamt

50 bis 60 Wochenstunden im Dienst

Zehrental-Bürgermeister Michael Seide
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Zehrental-Bürgermeister Michael Seide engagiert sich beruflich und im Ehrenamt. Dadurch kommt der Jurist auf 50 bis 60 Stunden in der Woche.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Ehrenamtliche Bürgermeister engagieren sich für das Wohl ihrer Einwohner. In der Verbandsgemeinde Seehausen sind es Michael Seide (Zehrental), Bernd Prange (Altmärkische Höhe), Detlef Neumann (Hansestadt Seehausen), Willi Hamann (Altmärkische Wische) und Hans Hildebrandt (Aland). Die beiden Letztgenannten haben das Rentenalter erreicht, aber wie bewältigen Seide, Prange und Neumann ihre Tätigkeit neben den Beruf? Und mit welchen Anfragen wird ein Bürgermeister konfrontiert? AZ hat zuerst beim Lindenberger Seide nachgefragt. In nächster Zeit folgen Prange und Neumann.

Der Jurist Seide ist noch nicht allzu lange in der Kommunalpolitik tätig. Er hat das Ehrenamt im April dieses Jahres angetreten. Der Wahl-Altmärker ist bei seiner Arbeit flexibel. „Was ich bei meiner beruflichen Tätigkeit nicht schaffe, muss am Wochenende oder am Feierabend nachgeholt werden.“ Wenn er die Verwaltung aufsucht, um Dinge zu besprechen, sei schon mal schnell eine Stunde weg. Ebenso sei es bei Gesprächen mit dem Gemeindearbeiter. „Weil irgendwelche Geräte auf einem Spielplatz defekt sind, treffe ich mich mit dem Gemeindemitarbeiter mal schon um 7.30 Uhr vor Ort, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Dann fängt mein Tag eben früher an.“ Ansonsten seien viele Veranstaltungen am Abend, wie beispielsweise Sitzungen. Bürgermeister Seide kommt mit seiner beruflichen Arbeit und seiner ehrenamtlichen Tätigkeit nach eigenen Angaben auf 50 bis 60 Wochenstunden.

Die Anliegen der Bürger, mit denen sich der Kommunalpolitiker beschäftigt, seien vielfältig. „Da wollen einige wissen, wie es mit dem Ausbau des Glasfasernetzes weitergeht oder melden Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Jüngst hatten sich Nutzer der Turnhalle in Groß Garz beklagt, das seit langer Zeit einige Leuchtstoffröhren kaputt sind. Ich habe mich daraufhin an die Verwaltung gewandt.“ Ansonsten wissen die Zehrental-Einwohner, wie sie Seide erreichen können. „Meine Telefonnummer ist bekannt.“ Und die wählte ein Mieter nach dem Ausfall seiner Heizung in einem kommunalen Gebäude. Daraufhin vermittelte das Gemeindeoberhaupt einen Handwerker, der das schadhafte Teil austauschte und die Heizung wieder zum Laufen brachte.

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