Chef der Lysimeterstation des Helmholtz-Zentrums, Prof. Dr. Ralph Meißner, feierte 60. Geburtstag

Wischeboden an den Füßen

Im Kreise von bekannten Wissenschaftlern ließ Jubilar Prof. Dr. Ralph Meißner (3.v.l.) sein berufliches Leben auf dem Empfang Revue passieren. Sein Name ist untrennbar mit der Lysimeterstation zur Bodenforschung in Falkenberg verbunden. Foto: Schaffer

Seehausen. Mit dem Namen Falkenberg und der dort ansässigen Lysimeterstation des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), Department Bodenphysik, verbindet sich untrennbar für viele der Name Prof. Dr.

Ralph Meißner, der als Wissenschaftler seit 1979 an dieser Station tätig ist. In dieser Woche beging er im Kreise seiner Familie, seiner ehemaligen und jetzigen Kolleginnen und Kollegen sowie Freunden die Vollendung seines sechsten Lebensjahrzehntes mit einem Empfang im „Bierbaum“ der Gaststätte und Pension Henkel in Seehausen.

Nach der Begrüßung der vielen, auch von weit angereisten Gästen, ließ Prof. Meißner kurz sein bisheriges Leben Revue passieren. In Wittenberge ist er geboren und wuchs im Elternhaus in Losenrade auf. 1971 legte er in Seehausen sein Abitur ab, um danach in Rostock zu studieren und auch zum Dr. agr. zu promovieren. In dieser Zeit fand er auch „das Glück seines Lebens“ in einem Studentenkeller. Gemeint ist damit seine Frau Anne-Dore, die amtierende Bürgermeisterin der Hansestadt Seehausen, mit der er nun bereits seit 35 Jahren glücklich verheiratet ist. Aus dieser gemeinsamen Ehe gingen zwei Jungen hervor, die inzwischen auch schon lange ihren beruflichen Weg gemacht haben.

„An meinen Füßen klebt Wischeboden, und dieser ist bekanntlich sehr zäh“, so der Professor. Deshalb beschränkt sich seine weitere Karriere auch vorwiegend auf Falkenberg. Nach einem Jahr als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Rostock wurde er bereits Forschungsthemenverantwortlicher im Institut für Wasserwirtschaft Berlin, Außenstelle Falkenberg. Von 1982 an änderten sich mehrfach die Zuständigkeitskompetenzen für die Falkenberger Anlage. 1992 erfolgte die Habilitation zum Dr. agr. habil, und fünf Jahre später wurde er zum ordentlichen Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für das Fachgebiet Landschaftswasserhaushalt ernannt.

In all diesen Jahren standen ihm viele renommierte Wissenschaftler zur Seite, die es sich nicht nehmen ließen, am Empfang in Seehausen teilzunehmen. Genannt seien hier Dr. Helmut Guhr, dessen Verdienst es ist, dass die Station in Falkenberg auch heute noch existiert, Dr. Seifert oder Prof. Leinweber. Zusammen mit ihnen wurden sehr viele, weltweit beachtete Fachbeiträge veröffentlicht, an vielen Universitäten in der Welt Vorlesungen gehalten und ihre fachlichen und menschlichen Kompetenzen an unzählige Doktoranden weiter gegeben. In den anschließenden Gesprächen kam zum Ausdruck, dass die in Falkenberg entwickelten Großlysimeter sich weltweit im Einsatz befinden und von dem kleinen Ort in der Wische mit dem nun 60-jährigen Professor und seinem bewährten Team künden.

Von Walter Schaffer

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