Einsätze 2011 gingen an die Substanz der Ehrenamtlichen / Ausbildung bildete ein Schwerpunkt der Feuerwehrarbeit

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“

Die geehrten und beförderten Kameradinnen sowie Kameraden stellten sich am Sonnabend zu einem Gruppenfoto auf. Norman Schulze (r.) wertete 2011 als positiv.

Groß Garz. Im Saal der Groß Garzer Gaststätte Schulz wurde es am Sonnabend voll. Kein Wunder, schließlich trafen sich die Brandbekämpfer der Gemeinde Zehrental zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung.

Damit wurde deutlich, dass ein Zusammenhalt über die Grenzen der Ortsteile hinweg nicht nur bei Einsätzen gefragt ist. Verbandsgemeindewehrleiter Michael Märten lobte diese Art der Veranstaltung am Sonnabend ausdrücklich und würde sich dies auch für die anderen Kommunen wünschen.

Sein Stellvertreter Norman Schulze leitete die Versammlung. Er zog zunächst eine Bilanz für den gesamten Ausrückebereich VI. Dazu zählen Bömenzien, Drösede, Gollensdorf, Deutsch, Groß Garz, Jeggel und Lindenberg. 2011 wurde die Ausbildung weiter voran getrieben. Dazu gehörten unter anderem Übungen in Gollensdorf sowie in Lindenberg und theoretische Lehrgänge. Norman Schulz lobte vor allem, dass die Führungsebene gestärkt werden konnte. Inzwischen gibt es 15 Gruppen- und zwei Verbandsführer. Allerdings mangelt es noch an Zugführern. Norman Schulz animierte die Ehrenamtlichen Sonnabend, sich für diesen Bereich zu engagieren. Als sinnvoll hat sich erwiesen, dass die Wehren auch die Brunnenstandorte der anderen Ortsteile kennen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, erklärte der Brandmeister.

Anschließend kamen die einzelnen Wehrleiter zu Wort. In den Berichten wurde immer wieder deutlich, dass die Feuerwehren sich um Veranstaltungen kümmern und Träger der dörflichen Gemeinschaft sind.

2011 gab es zudem einen besonders schwierigen Einsatz. Der tödliche Verkehrsunfall am 14. Oktober nahe Bömenzien wurde mehrmals genannt. Dieser ging an die Substanz. Michael Märten ermutigte die Ehrenamtlichen, ihn in solchen Fällen über die Leitstelle mit zu alarmieren. „Ich kann dann vor Ort unterstützen“, so der Verbandsgemeindewehrleiter.

Karsten Hüttenrauch, Feuerwehrchef von Bömenzien sprach von acht Dienstversammlungen und zwei Übungen, die zum Ausbau der Fähigkeiten genutzt wurden. Karsten Hüttenrauch erwähnte zudem, dass der Bedarf an Schulungen zum Umgang mit der Kettensäge größer sei als das Angebot.

Thomas Kadler, Wehrleiter von Gollensdorf, erinnerte in seinem Bericht an die Funkerausbildung im vergangenen Jahr. Sein Deutscher Amtskollege Stephan Zeihe sprach unter anderem die schwierige Hochwassersituation Anfang 2011 an, bei der die Einsatzkräfte gefragt waren.

Vier Einsätze hatte die Feuerwehr Groß Garz. Darunter unter anderem ein Schwelbrand in einer Werkstatt. Bei den Alarmierungen wurden auch andere Wehren zur Unterstützung gerufen, die Zusammenarbeit klappte. „Wir bringen uns in das Dorfleben ein und wollen der Gemeinde mit Rat und Tat zur Seite stehen“, meine Wehrleiter Andre Fuchs. Bei der Jugendfeuerwehr blieb ein Tag in besonderer Erinnerung. Der Groß Garzer Nachwuchs wollte am Abschnittsausscheid in Lichterfelde teilnehmen. Doch in Seehausen blieb das Feuerwehrauto liegen. Hannelore Kretschmann hörte von dem Pech und fuhr mit ihrem Taxi sofort los. Die Arendseerin brachte die Jugend gerade noch rechtzeitig zum Wettkampf. Die Groß Garzer siegten schließlich beim Löschangriff.

„Ohne Feuerwehr gäbe es kein Dorfleben“, unterstrich am Sonnabend auch Falk Butnop, Feuerwehrchef in Jeggel. In diesem Jahr steht das 100-jährige Bestehen an. Die Feuerwehr feiert am 19. Mai. Am 2. Juni wird in Jeggel der Ausscheid der Verbandsgemeinde ausgetragen.

Bürgermeister Reinhard Schwarz dankte in seiner Rede allen Feuerwehrleuten und deren Familien, die viel Verständnis aufbringen. Er wünscht sich ein ruhiges Jahr 2012 und versicherte eine größtmögliche Unterstüzung für die einzelnen Feuerwehren in der gesamten Verbandsgemeinde.

Von Christian Ziems

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