Windkraft auf der Höhe

Etliche Windräder stehen schon bei Krevese in der Einheitsgemeinde Osterburg. Auf dem Gebiet der Gemeinde Altmärkische Höhe könnten bald weitere hinzukommen. Foto: Westermann

Lückstedt. Mit dem geplanten Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland wittern die Anbieter von alternativen Energiegewinnungsmöglichkeiten ihre Chance. So beispielsweise in der Gemeinde Altmärkische Höhe.

Dort stehen derzeit fünf potenzielle Investoren von Windkraftanlagen auf der Matte, wie auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Verbandsgemeinde Seehausen am Donnerstagabend in der Kulturscheune in Lückstedt zu erfahren war. Das Engagement der Windkraftanlagen-Betreiber kommt nicht von ungefähr, denn seit Frühjahr dieses Jahres sind in der regionalen Entwicklungsplanung Flächen um Gagel, Dewitz und Lückstedt als Windkraftgebiete ausgewiesen. Die Bevölkerung sei teilweise beunruhigt, weiß Ausschussvorsitzender und Höhe-Bürgermeister Bernd Prange. Um die Situation in geordnete Bahnen zu lenken, bildete sich eine Eigentümerinteressengemeinschaft aus den jeweiligen Orten, die sich als Sprachrohr der Landeigentümer sieht. Zu dem Gremium gehört auch der Chef der Agrargenossenschaft Lückstedt, Frank Wiese, der nach mehreren Beratungen über den gegenwärtigen Stand der Dinge Auskunft geben konnte. So seien auf dem Territorium der Altmärkischen Höhe 15 bis 20 Drei-Mega-Watt-Anlagen im Gespräch. Rund 60 Landeigentümer wären daran beteiligt, die ihre Flächen an den Investor verpachten müssten. Mit dem Bau dieser Windkrafträder würde „verdammt viel Geld in den ländlichen Raum fließen“, berichtete Wiese weiter. Trotz der Unruhe, die der Vorstoß zur alternativen Energiegewinnung auf der Altmärkischen Höhe gebracht habe, Ablehnung sei nicht zu verzeichnen.

Mit den Anbietern soll nun weiter verhandelt werden, wobei sich die Eigentümerinteressengemeinschaft juristischen Beistand mit ins Boot geholt hat. „Wir müssen das optimale für uns herausholen“, brachte Bürgermeister Bernd Prange an dem Abend zum Ausdruck.

Von Thomas Westermann

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