Eine gelungene Zeitreise

Westerntreffen lässt Fanherzen höher in Seehausen höher schlagen

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Stilecht in Schale geschmissen hatten sich zahlreiche Teilnehmer des Westerntreffens. Da durften Cowboyhüte und traditionelle Kleider natürlich nicht fehlen.

Seehausen – Die Arbeit als Polizist erfülle ihn im wahren Leben noch immer - genau wie die Rolle als Detektiv Pinkerton ihn erfülle.

Der Mann aus dem Weserbergland ist nun schon zum zehnten Mal in der Altmark - beim Treffen der Westerngruppe Altmark, die die Zelte zu Pfingsten auf dem Platz des Schützenheimes aufbaut.

„Ich habe die ein oder andere Ladung durch mein Gewehr gejagt“, schmuzelt Charakter Pinkerton. Da knallt es im Hintergrund schon wieder aus einem Vorderlader. Die meisten Westernfreunde haben ihre Ohren mit Watte verschlossen.

Die Kanone durfte nicht fehlen.

Denn hier hat jeder Mann mindestens eine Waffe am Gürtel. Die verschießen zwar keine Kugeln. Der Schalldruck ist trotzdem gewaltig. Nur noch lauter sind die acht Kanonen gewesen, die ihre Papierladungen in Richtung Wald feuerten. „Geh nicht zu nah ran, wenn du Fotos machst“, rief ein Infanterist aus den Nordstaaten. Das wäre gefährlich für die Trommelfelle.

Das Westerntreffen ist immer ein Stück weit Modenschau - vor allem die Damen vielen mit ihren Kleidern aus dem 19. Jahrhundert auf. Aber auch die Herren, als Marshall, Trapper oder Siedler verkleidet, haben sehr viel Liebe zum Detail in ihren Kostüme gesteckt. Und der Blick ins Zelt sorgt bei so einem Treffen immer fürs Staunen. Gusseiserner Pfannen, Öfen und andere schwere Gegenstände werden da mitgebracht, um das Siedlerleben im Wilden Westen nachempfinden und nachstellen zu können.

VON ALEXANDER KLOS

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