Löschbrunnen in Verbandsgemeinde an zehn Standorten vorgesehen

Wenn der Wald in Flammen steht

Spätestens beim riesigen Waldbrand im September vor zwei Jahren vor den Toren Seehausens stand fest: Für die waldreichen Gebiete in der Verbandsgemeinde Seehausen fehlen Löschbrunnen. Nun soll Abhilfe geschaffen werden.
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Spätestens beim riesigen Waldbrand im September vor zwei Jahren vor den Toren Seehausens stand fest: Für die waldreichen Gebiete in der Verbandsgemeinde Seehausen fehlen Löschbrunnen. Nun soll Abhilfe geschaffen werden.

Seehausen – Der große Waldbrand im September vor zwei Jahren bei Seehausen hatte es in sich. Schon damals war klar, dass es mit der Löschwasserversorgung in den Wäldern klemmt. Löschwasserbrunnen müssen schleunigst her, lautete die Devise.

Mittlerweile hat auch das Land die Misere erkannt und in diesem Jahr ein Förderprogramm aufgelegt. Davon profitieren möchte auch die Verbandsgemeinde Seehausen. Deren Bürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) reagierte und ließ einen entsprechenden Antrag zwecks Bereitstellung von Fördergeld auf den Weg bringen. Nun muss das Geld nur noch kommen, um mit dem Bohren der Löschwasserbrunnen beginnen zu können.

In Vorbereitung hatten jüngst Verbandsgemeindebürgermeister, Verbandsgemeindewehrleiter und Vertreter vom Ordnungsamt eine Bereisung unternommen, um entsprechende Standorte festzulegen. Bei der Begutachtung wurde von zwei Kriterien ausgegangen. Zum einen sollen Brunnen in großen Waldvorkommen entstehen und zum anderen spielt die Zuwegung eine Rolle. Insgesamt seien laut Kloth zehn Löschbrunnen in den Wäldern der Verbandsgemeinde Seehausen vorgesehen. Drei bis vier sollen im Seehäuser Bereich entstehen, die anderen in den Mitgliedsgemeinden. 100.000 Euro sind dafür im Etat vorgesehen. Bei einer angekündigten 80-prozentigen Förderung hat die Verbandsgemeinde dann 20.000 Euro als Eigenanteil zu tragen. Laut Schätzung belaufen sich die Kosten je Brunnen auf 6000 bis 7000 Euro. Die Vorschläge hinsichtlich der Standorte schickte die Verbandsgemeinde nach der Besichtigungstour an Katja Döge, die das Forstamt „Nordöstliche Altmark“ in Arendsee leitet. Und die Fachfrau habe diese befürwortet, so Bürgermeister Kloth im AZ-Gespräch. VON THOMAS WESTERMANN

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