Freiwillige Feuerwehr Seehausen braucht neue Rettungstechnik / 20 000 Euro veranschlagt

Wenn Schere und Spreizer in die Jahre kommen

Beim Tag der offenen Tür im Seehäuser Agaplesion-Diakoniekrankenhaus im Juni 2018 kamen auch Schere und Spreizer zum Einsatz. Mittlerweile ist die Technik veraltet.
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Beim Tag der offenen Tür im Seehäuser Agaplesion-Diakoniekrankenhaus im Juni 2018 kamen auch Schere und Spreizer zum Einsatz. Mittlerweile ist die Technik veraltet.

Seehausen – „Die Feuerwehr hat die Einsätze in der Corona-Zeit gut hinbekommen. “ Zu dieser Einschätzung kam Dieter Bolle (parteilos) bei seiner ersten Sitzung als Vorsitzender des Bau- und Ordnungsausschusses der Verbandsgemeinde Seehausen in dieser Woche.

„Das Schlimmste, was hätte passieren können, wäre, wenn man die Kameraden in Quarantäne hätte schicken müssen“, fügt der langjährige Stendaler Kreisbrandmeister hinzu. So konnte die Einsatzbereitschaft der Wehren aufrecht erhalten werden.

Über das Einsatzgeschehen in diesem Jahr informierte dann Seehausens Verbandsgemeindewehrleiter Michael Märten die Kommunalpolitiker. Der Schönberger sprach davon, dass sich nach den vergangenen Dürresommern in diesem Jahr das Einsatzgeschehen normalisiert habe. „Damals hatten wir erheblich mit Wald- und Flächenbränden zu kämpfen.“ Dennoch registrierte der oberste Brandschützer in der Verbandsgemeinde 57 Einsätze. Dazu gehörten unter anderem 17 Brände und fünf Verkehrsunfälle, davon drei mit eingeklemmter Person. Auch ein Toter sei darunter, der bei Tannenkrug verunglückte und aus dem Fahrzeugwrack geborgen werden musste. Dabei wurde deutlich, dass Schere und Spreizer in die Jahre gekommen seien. Modernere Rettungstechnik müsse her. Schätzungsweise werden dafür 20 000 Euro benötigt. Laut Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) könne der Kauf voraussichtlich aber erst im nächsten Jahr realisiert werden. Probleme bereiten laut Märten auch immer wieder Fehlalarme, wie in Seehausen und Priemern.(tw)

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