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Wehren der Verbandsgemeinde Seehausen liefern Ausrüstung für Ukrainer

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Von: Thomas Westermann

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Seehausens Wehrleiter Enrico Schmidt
Der wischestädtische Wehrchef Enrico Schmidt ist auch Gerätewart für die Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Seehausen und packte Ausrüstung für die Brandbekämpfer in der vom Krieg erschütterten Ukraine zusammen. © Westermann

Angehörige der freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Seehausen unterstützen Kameraden in der Ukraine. Etliche Dinge, die nicht benötigt werden, gehen in das von Russ-land überfallene Land, das sich seit genau einer Woche im Krieg befindet.

Seehausen - Die Idee zu der Hilfsaktion hatte Bio-Landwirt Michael Dihlmann in Busch, der sich mit Arneburg-Goldbecks Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau (parteilos) kurzschloss. Dieser wiederum kontaktierte seinen Amtskollegen in der Verbandsgemeinde Seehausen, Rüdiger Kloth (Freie Wähler).

Das Engagement von Dihlmann kommt nicht von ungefähr, immerhin betreibt er auch ein Landwirtschaftsunternehmen in der Ukraine. Ebenfalls in dem osteuropäischen Land ist Seehausens Feuerwehrmitglied Patrick Olke tätig, der einen Hilferuf in die nördliche Altmark schickte. Mit Rücksprache bei Verwaltungschef Kloth und Verbandsgemeindekleiderwart Lucas Heymann wurde durch Seehausens Wehrleiter Enrico Schmidt, der auch als Gerätewart für die freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Seehausen tätig ist, Ausrüstung, Schutzkleidung, Helme, Stiefel, Handschuhe und Verbandsmaterial zusammen gepackt, welches die Kameraden entbehren konnten. „Wir jammern auf einem sehr hohen Niveau“, sagte Schmidt im Gespräch mit der AZ. „Aber die Kameradinnen und Kameraden in der Ukraine sind hinsichtlich der Ausrüstung wesentlich schlechter dran. Oftmals haben sie keine Feuerwehrkleidung, sondern tragen bei ihren Einsätzen alte Armeekleidung. Die Ukrainer haben zwar robuste Fahrzeuge, aber ansonsten lässt die Ausrüstung sehr zu wünschen übrig.“

Die Gegenstände, die in der Ukraine so dringend benötigt werden, stammen nicht nur aus der Kleiderkammer der Brandbekämpfer in Groß Garz. Auch die Feuerwehren in Seehausen, Krüden-Vielbaum, Aulosen und Falkenberg machten nach dem Aufruf eine Art Inventur und wurden fündig. Am Montag gegen 14 Uhr bat Bürgermeister Kloth um Unterstützung. Etwa fünf Stunden später war die Ausrüstung auf dem Weg zu Dihlmann, der sich um den Weitertransport in die Ukraine kümmert. Wie Seehausens Wehrleiter Schmidt einschätzt, werde es nicht bei dieser Lieferung bleiben. „Wir machen weiter.“ Schließlich weiß der Gerätewart, wo man noch etwas auftreiben kann.

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