Projekt etwa vier Jahre in Warteschleife / Kosten gestiegen

Wassertourismus auf Aland und Biese noch nicht flüssig

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Susanne Figueiredo vor ihren Kanus: Die Vielbaumerin kümmert sich um den Wassertourismus.

Seehausen – Der Wassertourismus soll in Sachsen-Anhalt angekurbelt werden. Schon vor Jahren wurde das Projekt „Blaues Band“ als eine tragende Säule zur Vermarktung des Fremdenverkehrs geschaffen.

Doch der Freizeitspaß wird nicht nur auf großen Flüssen angestrebt, sondern auch auf kleineren Strömen wie beispielsweise Aland und Biese.

Eine, die das Potenzial schon seit einigen Jahren erkannt hat, ist die Vielbaumerin Susanne Figueiredo, die mit ihrem Ehemann Eduardo Kanufahrten auf dem Aland anbietet und die sich großer Beliebtheit erfreuen. Ins sprichwörtliche Boot springt auch die Verbandsgemeinde Seehausen.

Gemeinsam mit der Hansestadt Osterburg, die federführend bei der Umsetzung des Vorhabens ist, wollen die Seehäuser den Kanutourismus auf Biese und Aland fördern und in einem Kooperationsprojekt Einstiegsstellen und Querungshilfen entlang beider Flüsse schaffen. Die Europäische Union unterstützt dieses Vorhaben im Rahmen der Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der regionalen ländlichen Entwicklung und beteiligt sich mit 75 Prozent an den entstehenden Kosten.

Doch gut Ding will Weile haben. Mittlerweile wird schon seit etwa vier Jahren an dem Projekt gewerkelt. Umweltgutachten mussten beispielsweise erstellt werden (AZ berichtete). Laut Brigitte Packebusch, die in der Verbandsgemeinde Seehausen für Tourismus zuständig ist, wurden für Seehausen knapp 88 000 Euro Fördergeld bewilligt. Das sagte die Verwaltungsfachangestellte auf der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Tourismus am Montagabend.

Doch aufgrund der langen Umsetzungsphase sind die Preise gestiegen, das Geld für die sieben geplanten Ein- und Ausstiegsstellen sowie einer Querungshilfe im Seehäuser Bereich reicht nicht aus. Es gibt zwei Möglichkeiten: Zum einen könnte mit dem Fördermittelgeber über eine Aufstockung gesprochen werden, zum anderen bei den Anlegern Einsparungen vorgenommen werden.

VON THOMAS WESTERMANN

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