„Engagement mit Füßen getreten“

Dr. Walter Fiedler wirft CDU-Landeschef Holger Stahlknecht Rufmord vor

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Ein Bild aus freudvolleren Tagen: Dr. Walter Fiedler (v.r.) mit den beiden Christdemokraten Holger Stahlknecht und Chris Schulenburg in Seehausen.

Seehausen – Das Seehäuser CDU-Urgestein Dr. Walter Fiedler geht in einer persönlichen Erklärung mit dem christdemokratischen Landeschef Holger Stahlknecht hart ins Gericht.

„Aus der Altmark-Zeitung habe ich Ihre Äußerung ‘Schulz und Konsorten’ entnommen, die Sie auf der Sitzung des Landesvorstandes der CDU in Tangermünde tätigten“, so der Wischestädter.

Der Seehäuser macht darauf aufmerksam, dass auch er nicht mehr bei der Kommunalwahl im Mai auf einer CDU-Liste, sondern als Einzelkandidat antrete. Grund für diesen Schritt sei ebenfalls die mangelhafte Aufarbeitung des CDU-Wahlskandals 2014 in Stendal – besonders die fehlende Bereitschaft, eine moralische Verantwortung zu übernehmen. „Deshalb fühle ich mich von Ihrer Aussage ‘Schulz und Konsorten’ betroffen. “.

Der streitbare Christdemokrat fügt hinzu: „Mit dieser Äußerung treten Sie mein erworbenes Ansehen, das ich bei der Bevölkerung in der nördlichen Altmark in 45-jähriger ärztlicher Tätigkeit beim Aufbau des medizinischen Rettungsdienstes über 40 Jahre – auch für das Land Sachsen-Anhalt – und mein ehrenamtliches Engagement unter anderem auch für die CDU mit Füßen. So wie Herr Güssau von ‘Rufmord’ spricht, muss ich Ihnen vorwerfen, dass Sie ebenfalls ‘Rufmord’ betreiben. Es ist bedenklich, wenn ein Politiker Ihres Standes, Menschen mit einer anderen Meinung diffamiert.“

Beschimpfungen von Personen, die in einem Punkt eine andere Auffassung vertreten, könne nicht die Lösung des Problems darstellen, empört sich Dr. Fiedler. „So wie Sie diese Titulierung der Andersdenkenden in der Öffentlichkeit getätigt haben, erwarte ich eine öffentliche Entschuldigung.“

VON THOMAS WESTERMANN

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