Acht Ruheständler bringen Planschbecken auf Vordermann

Waldbad Seehausen: „Seniorenbrigade“ packt wieder an

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Die „Seniorenbrigade“ des Fördervereins ist seit dieser Woche mit der Neugestaltung des Planschbeckens beschäftigt.

Seehausen – Auf die „Seniorenbrigade“ des Fördervereins für das Seehäuser Waldbad ist immer Verlass. Immer zu Beginn eines neuen Jahres werden sprichwörtlich die Ärmel hochgekrempelt und zur Tat geschritten.

Im vergangenen Jahr startete die notwendigen Reparatur des Rohrleitungssystems der Wasseraufbereitungsanlage und Arbeiten am Nichtschwimmerbecken.

Seit dieser Woche läuft die Erneuerung des Planschbeckens. Immerhin soll sich auch der Nachwuchs in der beliebten Freizeitstätte im Schillerhain wohlfühlen. Geschaffen wurde es wie das gesamte Bad im Jahr 1938 vom Reichsarbeitsdienst. Anfang der 1990er-Jahre hat der Zahn der Zeit so daran genagt, dass für die Mädchen und Jungen ein neues Becken geschaffen wurde, das mittlerweile auch ausgedient hat. Die Wasserverluste häufen sich. Ein Grund dafür seien unter anderem die desolaten Zuleitungen, die komplett erneuert werden, sagte Fördervereinsvorsitzender Dr. Walter Fiedler gegenüber der AZ. Neben dem Beckenbereich gebe es zudem eine neue Pflasterung. Zwei Zugänge erhalten Edelstahltreppen. Ein weiterer werde barrierefrei gestaltet. „Damit Mütter mit ihrem Kinderwagen und Großmütter mit Rollator und Enkelkindern bequem zum Planschbecken gelangen“, so Dr. Fiedler. Erneuert werden auch Wasserpilz und Rutsche. Hinzu kommt die Beseitigung von Rissen im benachbarten Nichtschwimmerbecken, kündigt der Fördervereinsvorsitzende an.

Die Kosten für das Gesamtpaket werden auf rund 40 000 Euro geschätzt und vom Förderverein finanziert. Bis zum Saisonstart am Pfingstsonnabend, 30. Mai, soll alles fertig sein. Unterstützung kommt aber auch von Spendern. So verzichtete der Groß Garzer Handwerksmeister und Kunstschmied Detlev Steinke anlässlich seines 60. Geburtstages auf Geschenke und bat um Spenden für das Waldbad. Circa 2800 Euro kamen zusammen (AZ berichtete). Ihm gleich tat es der Falkenberger Landwirt Wilfried Hotowetz zu seinem 65. Geburtstag. Er konnte etwa 1200 Euro für das Waldbad spenden. Dr. Fiedler freut sich über derartige Spenden, die verdeutlichen, dass sich die Bevölkerung mit den Aktionen im Waldbad identifiziert. Und noch eines findet der Chef-Förderer positiv: „Die ‘Seniorenbrigade’ ist von sechs auf acht Personen angewachsen.“

VON THOMAS WESTERMANN

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