Förderverein kritisiert überraschende Entscheidung und fehlende Information

Waldbad-Schließung in Seehausen sorgt für Ärger

Das Seehäuser Waldbad ist verwaist, hat für dieses Jahr seine Pforten geschlossen. Beim Waldbad-Förderverein sorgte die „überraschende“ Schließung für Ärger.
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Das Seehäuser Waldbad ist verwaist, hat für dieses Jahr seine Pforten geschlossen. Beim Waldbad-Förderverein sorgte die „überraschende“ Schließung für Ärger.

Seehausen – Während der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus, Soziales und Kultur (WTSK) der Hansestadt Seehausen kritisierte Vorsitzender Dr. Walter Fiedler am Montagabend die überraschend „zum heutigen Tag erfolgte Schließung“ des Seehäuser Waldbads.

Fiedler, zugleich auch Vorsitzender des Waldbad-Fördervereins, bezog die Kritik insbesondere auf eine nicht erfolgte Vorab-Information seines Vereins.

Die Freunde und Förderer seien „erstaunt“ gewesen, da sie aufgrund der verspäteten Eröffnung bis zuletzt davon ausgegangen seien, dass die Waldbadtür in der Wischestadt mindestens bis Sonntag, 6. September, geöffnet bleibe. So hatte es kürzlich unter anderem die Einheitsgemeinde Bismark für ihre beiden Freibäder entschieden. Gerade weil der Förderverein maßgeblich dazu beigetragen hat, dass in diesem Sommer in Seehausen überhaupt gebadet werden konnte, sei man verwundert und verärgert, nicht vorab in die Entscheidung einbezogen worden zu sein. Zudem sprach Fiedler von „einigen in dieser Saison im Waldbad aufgetretenen Problemen“, die am 25. September bei einer Versammlung diskutiert und ausgewertet werden sollen.

Ein Thema sollte dann auch die Öffentlichkeitsarbeit sein. Wollen sich Interessierte beispielsweise im Internet über die aktuellen Öffnungszeiten des Waldbades informieren, erfahren sie dort, dass „das Schwimmbad von Sonnabend, 1. Juni, bis Sonntag, 8. September 2019, täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet“ ist.

In diesem Jahr bleibt die Tür schon am September-Beginn geschlossen. Auf AZ-Nachfrage begründete der Seehäuser Bürgermeister Detlef Neumann gestern die Entscheidung mit der vor einer Woche absehbaren Wetterentwicklung in Verbindung mit Blick auf die zusätzlichen Kosten. Da eine weitgehend kostendeckende Verlängerung der Öffnung bis 6. September nicht wahrscheinlich schien, habe die Stadt in Abstimmung mit dem Pächter aus Wittenberge am planmäßigen Saisonende zum 31. August festgehalten, so Neumann. Die Notwendigkeit, darüber den Förderverein explizit zu informieren, habe er dabei nicht gesehen. VON FRANK SCHUMANN

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