25-jähriges Bestehen des Wahrenberger Elbehofes gefeiert

„Ein Gewerbepark für Idealisten“

Elbehof in Wahrenberg
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Das 25-jährige Bestehen des Wahrenberger Elbehofes wurde mit einer „Silberhofzeit“ gefeiert.
  • Thomas Westermann
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Wahrenberg. Der Elbehof in Wahrenberg feierte am Sonnabend „Silberhofzeit“. Das heißt so viel, dass die Einrichtung für Kultur- und Umweltbildungsarbeit seit nunmehr 25 Jahren besteht. Die Eigentümer, Norbert Krebber sowie Nele und Berit Müller, ließen auf einer kleinen Bühne die Zeit vor den Gästen Revue passieren.

Apropos Gäste: Anhand der Autoschilder war zu erkennen, dass viele Anwesende eine weite Fahrt unternommen hatten. Sie kamen unter anderem aus Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Wahrenberger waren eher selten anzutreffen. Etwas spitz meinte Krebber nach dem Trommelauftakt dann, dass dies eine „Hommage an die Wahrenberger“ sei.

Am 1. August 1996 sind die Elbehöfler in den alten Fährgasthof im Storchendorf eingezogen. Der erste Eindruck: „Das ist kein Haus, das ist eine Burg, hier werden wir nie fertig.“ Die Umweltfreunde wollten die Gebäude auf dem Areal ökologisch dämmen und auch ökologisch beheizen. Das war vor 25 Jahren eher Neuland. In einer österreichischen und altmärkischen Kooperation entstand dann die erste große Hackschnitzelanlage in der Altmark, meinte Krebber. Die Definition für die Aktionen auf dem Elbehof beschreibt der Wahl-Altmärker so: „Der Elbehof, auf dem der Verein Vitos sein Domizil hat, ist ein Ort für Bildung und Begegnungen im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Das bedeutet, mit der Natur klarzukommen und ökologisch zu leben.“ Übrigens das Wort Vitos bedeutet Verein zur Integration von Technik und Organismus. Für Krebber sei der Elbehof so etwas wie „ein Gewerbepark für Idealisten“.

Nele Müller blickt schon auf mögliche Wünsche für die nächsten 25 Jahre. Da ist die Rede von einer Solarfähre über die Elbe, ein Kino im Dorfsaal, ein Auenhotel, ein Tischtennisturnier und ein Familienfrühstück im Saal. Auch das letzte Asbestdach möchte sie loswerden.

Für die Besucher gab es am Nachmittag ein umfangreiches Programm. So schilderte Krebber seine Erlebnisse als Hausmeister, und das Tanzkollektiv BAG aus Berlin zeigte Ausschnitte aus seinem neuen Programm. Indianertänzer waren ebenfalls vor Ort. Ferner wurden Informationen zur Pflanzenkläranlage gegeben und die neue kraftvolle Fotovoltaikanlage des Elbehofes vorgestellt. Für das leibliche Wohl war mit vielen Kuchen gesorgt, die gespendet wurden.

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