„Ein Dorf mit Vielfalt und Zukunft“

„Miteinander reden“ hilft, Wahrenbergs Geschichte aufzuarbeiten

Mann bei der Flachsverarbeitung
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Norbert Krebber zeigt, wie Dorfbewohner in früherer Zeit mit diesem Gerät Flachs zu Leinen verarbeiteten.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Wahrenberg. Norbert Krebber vom Wahrenberger Elbehof möchte das Zusammengehörigkeitsgefühl der Dorfbewohner stärken. Der Chef von Vitos, ein Verein für Umweltbildung, konnte dafür ein derzeit laufendes Projekt „Miteinander reden“, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung, bis zum Jahresende verlängern lassen.

Dabei soll auch die jüngere und ältere Geschichte des Storchendorfes aufgearbeitet werden. Und die Wahrenberger sind aufgerufen, mitzumachen. Eventuell könnte daraus eine Chronik in gedruckter Form oder auch eine Internetpräsentation entstehen, sagte Krebber im AZ-Gespräch. Mit der landwirtschaftlichen Geschichte wurde sich schon beschäftigt und diverse Fotos zusammengetragen. So gibt es beispielsweise eine Bildertafel von den Bauern Fredrich, die nach der Wende, konkret von 1991 bis 2005, eine Land- und Milchwirtschaft betrieben haben. Faszinierend findet Krebber auch die Bilder von dem mittlerweile über 80-jährigen Egon Malzahn mit einer historischen Kartoffelschleuder, die zur Ernte der Erdäpfel diente. Auf einer weiteren Tafel ist der Landwirtschaftsbetrieb von Mary Stillfried zu sehen, die mit ihren Zwergzebus Biofleisch produziert. Sie ist auch für die Auftaktveranstaltung anlässlich des Tags der offenen Höfe am kommenden Sonntag verantwortlich. Ab 11 Uhr gibt es eine offene Gesprächsrunde über gute Beispiele aus der ökologischen Landwirtschaft mit Landwirten, Politikern und Interessierten. Treffpunkt ist ihr Lindenhof im Lindenweg 31. Austausch, Begegnung und Vernetzung stehen im Vordergrund. Mit der Landwirtschaft und weiteren interessanten Themen aus der Geschichte Wahrenbergs beschäftigt sich eine Ausstellung im Saal des Elbehofes. Neben den Bildern sind alte landwirtschaftliche Gerätschaften Tagen zu sehen.

Krebber sieht in der Aufarbeitung der Wahrenberger Geschichte „eine Gemeinschaftsarbeit als Puzzle“ und spricht von einem „Dorf, das langsam zusammenwächst“. Geschichtliche Recherchen haben zudem ergeben, dass Wahrenberg einst im Besitz von zwei Windmühlen war. Eine Karte mit den beiden Standorten ist in der Ausstellung auch zu sehen. Für Krebber steht fest: „Wahrenberg ist ein Dorf mit Vielfalt und Zukunft.“

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