Anwohner des Grashöfer Weges müssen weite Umwege fahren, um nach Seehausen zu gelangen

„Von der Außenwelt abgeschnitten“

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Im Hintergrund auf diesem Foto befindet sich der Grashöfer Weg. Dessen Anwohner müssen derzeit kilometerlange Umwege fahren, um nach Seehausen zu kommen. Kritisiert wird der mangelnde Informationsfluss durch Bürgermeister und Verwaltung. 

Seehausen. Seit einigen Wochen wird die sogenannte „Sachsenfalle“, die Kreuzung B189 / B190 bei Seehausen, erneuert. Durch die Bauarbeiten werden die Anwohner des Grashöfer Weges besonders belastet.

Leon Möller ist Betroffener und ziemlich sauer: „Dadurch ist es uns Anwohnern des Grashöfer Weges nicht mehr möglich, in die Seehäuser Innenstadt mit dem Auto – und theoretisch auch aufgrund der Verbotsschilder mit dem Fahrrad – zu fahren, ohne die kilometerlangen Umwege über Losse oder Groß Garz. Im Prinzip wäre uns nicht einmal das gestattet, weil wir auch hier über Baustellengelände fahren müssen. Wir sind also völlig von der Außenwelt abgeschnitten. “ Die Fahrbahnen müssen eben erneuert werden, meint Möller und zeigt dafür grundsätzlich Verständnis.

„Aber was gar nicht geht, ist Folgendes: Wir erfahren aus der Zeitung, dass die Kreuzung neu gemacht wird. Es erfolgte keine Benachrichtigung seitens der Stadtverwaltung, beispielsweise per Post, dass wir über Monate hinweg nicht in die Seehäuser Innenstadt kommen. Da es aber noch möglich ist, die Baustelle zu überqueren, ohne Schäden anzurichten, läge es ja im Bereich des Möglichen, einen Passierschein für uns, die Anwohner des Grashöfer Weges, auszustellen, damit wir nicht diese kilometerlangen Umwege über Groß Garz oder Losse fahren müssen, denn die Polizei kontrolliert tatsächlich, ob Fahrzeuge über die Baustelle fahren, und verhängt hohe Geldstrafen. Eine Frechheit.“ Und der Altmärker fügt hinzu: Am Donnerstag, 21. September, sollte eigentlich die Gelbe Tonne abgeholt werden. Das sei bis heute nicht geschehen. „Kein Wunder, ist ja alles gesperrt. Auch hier wieder kein Informationsfluss. Wir werden völlig allein gelassen“, beklagt er. Laut Gerüchten, die Busfahrer sollen schon benachrichtigt worden sein, werde sich die Sanierung noch bis Ende Dezember hinziehen, so der Hansestädter weiter. „Auch hier wieder keine Information für uns Anlieger seitens der Kommune. Wir sind Teil der Hansestadt Seehausen, zahlen Steuern an die Kommune und haben auch an Wahlen teilgenommen. Der Bürgermeister zusammen mit der Stadtverwaltung hat nicht nur die Aufgabe, die Interessen der Kommune und seiner Bevölkerung zu vertreten, sondern auch einen Informationsfluss zu gewährleisten und Probleme zu lösen, gerade für solche Sondersituationen.“

Von Thomas Westermann

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