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„So viele Besucher hatten wir noch nie“

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Onkel und Tante aus dem „Westen“ waren für dieses Bild mit ihrem BMW, Baujahr 1979, bei der Modenschau vorgefahren. Gestern ging die große Museumswoche im Blaulichtmuseum in Beuster zu Ende. Die vielen Angebote lockten etliche Nostalgiefreunde aus nah und fern an. © Schaffer

Beuster. Bei herrlichem Sommerwetter kamen sehr viele Besucherinnen und Besucher am vorletzten Tag der diesjährigen großen Blaulichtmuseumswoche in Beuster voll auf ihre Kosten.

Neben der Fülle an ausgestellter Fahrzeugtechnik und Sonderausstellungen stand der Sonnabend ganz im Zeichen des Empfanges vom Honecker-Double, der Parade von historischer Militärtechnik und der Modenschau mit Kostümen und Fahrzeugen vergangener Tage.

Als Honecker-Double Ernst Rissmann aus Berlin-Pankow mit seinen 80 Jahren aus dem Tschaika stieg, wurde er von Oberst Kolditz und von hübschen FDJ-lerinnen begrüßt. Da gab es einen wahren Begeisterungssturm. In seiner Rede an das „Blaue Museum mit seinem Licht“, gemeint war Ralf von Hagen mit seinem Team, wurde auf die Errungenschaften dieses Museums in Honecker-typischer Weise eingegangen, wobei er auch die Eurokrise und den geplante Großflughafen Berlin in seinem satirisch gemeinten Beitrag erwähnte.

Bereitwillig stellte sich anschließend Erich zum Fototermin, welcher von vielen Besuchern genutzt wurde. Inzwischen liefen die Vorbereitungen für die Kfz-Parade auf vollen Touren. Von Esack und aus dem Dorf Beuster kommend, begaben sich 16 Fahrzeuge an die Bereitstellungslinie, um dann geordnet am Eingang des Blaulichtmuseums vorbei zu fahren. Unter ihnen waren auch ein Raketenschlepper und eine Selbstfahrlafette sowie schwere Tatra-Technik.

Ruhiger ging es dann bei der Modenschau auf dem Museumshof zu, bei der Nicole Dalchow gekonnt die Moderation übernahm. Mit dem der Epoche entsprechendem Pkw kamen die Amateurmodels- und Dressmen vorgefahren, und dann gab es fachliche Informationen zur Bekleidung und dem Fahrzeug.

Der Museumschef zeigte sich von der Besucherresonanz in der Woche und speziell am Sonnabend sehr angetan. „So viel Besucher hatten wir noch nie. Natürlich spielte auch das Wetter voll mit“, meinte Ralf von Hagen. Dann zählte er eine Unmenge von Besuchergruppen aus dem Bereich der Feuerwehr, der Polizei, dem Technischen Hilfswerk und der Verwaltung aus dem Landkreis Stendal und der Prignitz sowie darüber hinaus auf.

Von Walter Schaffer

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