Aland-Rat hat Thema erneut auf Tagesordnung / Bürgerversammlung geplant

Viel Wind um fünf Anlagen

Bei Krevese wird auf Windkraft gesetzt. Fünf Anlagen, die umstritten sind, sollen auch bei Pollitz entstehen.
+
Bei Krevese wird auf Windkraft gesetzt. Fünf Anlagen, die umstritten sind, sollen auch bei Pollitz entstehen.

Aulosen. Nachdem aufgrund einer Patt-Situation die Errichtung von fünf Windkraftanlagen in der Gemarkung Pollitz von den Räten der Gemeinde Aland Ende Oktober 2013 abgelehnt wurde, setzte Bürgermeister Hans Hildebrandt in dieser Woche das Thema erneut auf die Tagesordnung der Ratssitzung in Aulosen.

Grund dafür: Mehrere Gemeinderäte fühlten sich nicht genügend informiert und wollten noch offene Fragen geklärt wissen. Insgesamt neun Räte stellten bei Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck einen Antrag, dass die Windräder wieder auf die Tagesordnung kommen. Verwundert darüber zeigte sich der Abgeordnete Jonny Buck aus Wanzer über die Verfahrensweise. Seiner Meinung nach hätten die Anträge beim Aland-Bürgermeister Hildebrandt und nicht beim Verbandsgemeindebürgermeister in Seehausen gestellt werden müssen. „Was hat Reck damit zu tun?“, lautete seine Frage.

Nichsdestotrotz: Der ablehnende Beschluss vom Oktober wurde mehrheitlich aufgehoben. Damit ist der Weg zur erneuten Diskussion frei. Bereits auf einer Arbeitsberatung im Januar hatten die Aland-Volksvertreter das Für und Wider der Windkraftanlagen besprochen. Möglich sei beispielsweise nach Aussagen von Dr. Eric Heinze, Projektentwickler in der Firma, die den Windpark errichten möchte, die Gründung einer Stiftung. Seine Firma gebe jedenfalls grünes Licht für das Stiftungskapital, äußerte er in dieser Woche in Aulosen. Doch etliche Räte stehen den fünf Windkraftanlagen skeptisch gegenüber. Ratsmitglied Hermann Dahlweg weiß, dass 214 Unterschriften gegen die Windräder gesammelt wurden, die könne man nicht einfach ignorieren. Die Pollitzer und die Scharpenhufer müssen mit einbezogen werden, sprach er und bekam dafür viel Applaus von den anwesenden Einwohnern. Für Armin Stepanek sei der Bürgerwille ausschlaggebend. „Einige wenige, wie die Landeigentümer, auf deren Flächen die Anlagen stehen, schlagen Profit daraus, die Mehrheit hat aber nichts davon“, meint der Vielbaumer. Er werde bei einer Abstimmung gegen die Windräder votieren. Der Wanzeraner Dirk John möchte „vernünftige Argumente hören“. Und so wurde vorgeschlagen, in absehbarer Zeit eine Bürgerversammlung in Pollitz einzuberufen.

Eingeweihte wissen längst, dass egal wie das Votum ausfällt, die Errichtung der Anlagen nicht aufzuhalten ist. Eine Entscheidung fällt letztlich der Landkreis – und der hat so gut wie keine Bedenken.

Von Thomas Westermann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare