Gesprächskreis will bei Eichenprozessionsspinnerbekämpfung von Politik Maßnahmen einfordern

Vereint gegen die Raupenplage in Seehausen

  • Thomas Westermann
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Seehausen. Den Raupen des Eichenprozessionsspinners, kurz EPS genannt, soll im nächsten Jahr in der Verbandsgemeinde Seehausen weiter der Garaus gemacht werden. Doch Kommunalpolitiker wünschen sich eine wirksamere Bekämpfung als in den Vorjahren.

Diesbezüglich gab es im Oktober in Deutsch ein Gespräch mit Frank Specht, Referatsleiter Wald- und Holzwirtschaft sowie Landesforstbetriebe im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (die AZ berichtete).

In den Orten der Gemeinde Aland warnen Schilder vor den Gefahren, die von den Raupen des Spinners ausgehen.

Dieser Tage gab es laut Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth erneut ein Treffen zu der Thematik, bei dem unter anderem Landkreis und Forstamt und auch Specht an einem Tisch saßen. Angesichts des enormen Befalls durch den Schädling in der nördlichen Altmark scheint ein Pilotprojekt für die Region nicht ausgeschlossen. Jedenfalls sollen alle Eichen in den Orten erfasst, auf Karten eingepflegt und elektronisch aufgearbeitet werden. Dazu benötigt Kloth die Zuarbeit der Bürgermeister in den Mitgliedsgemeinden.

Angesichts der Raupenplage reagiert der Gesprächskreis „Seehausen links“ um Wanzeraner Bernd Kloss und lädt am 24. Januar ab 19 Uhr zu einer Veranstaltung in das Krüdener Dorfgemeinschaftshaus ein. Die landschaftsprägenden Eichenbestände im Norden der Altmark seien massiv betroffen, so Kloss. Das Problem existiere seit Jahren, ohne dass die bisherigen Gegenmaßnahmen nachhaltig wirken konnten. Inzwischen seien viele Eichen deutlich geschwächt oder abgestorben. Die Nesselhaare der Raupen führen zu erheblichen Gesundheitsschäden bei Menschen und seien für die Dörfer der Altmark und ihre Besucher ein großes Problem. Besonders in diesem Jahr sei das überdeutlich geworden. „Bevor die Prozession der Spinner 2017 beginnt, sollten sich Bürger deutlich artikulieren und bei der Verwaltung und Politik Maßnahmen einfordern.“

Von Thomas Westermann

Rubriklistenbild: © Westermann

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