Platten versehentlich umgelagert / Langfinger in Vergangenheit dennoch aktiv

Aufatmen: Doch kein Diebstahl

Waldbad Seehausen
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Langfinger waren in der Vergangenheit im und am Waldbad schon einige Male aktiv. Doch beim jüngsten mutmaßlichen Delikt handelte es sich um keine Straftat.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Der Chef des Fördervereins für das Seehäuser Waldbad, Dr. Walter Fiedler, wollte seinen Augen nicht trauen. Voller Wut musste er feststellen, dass vom Hof auf dem Parkplatz für Hotelgäste im Waldbad, eine Palette mit drei runden Granitplatten mit jeweils 1,20 Meter Durchmesser gestohlen wurde. Der Wert – rund 600 Euro.

Da aufgrund der Baumfällarbeiten das Tor zum Hof nicht ständig geschlossen war, konnten die Diebe wohl problemlos die Palette aufladen. Allerdings bedurfte es dazu eines kleinen Krans und eines Lastwagens. Die Platten waren für drei alte Tische als Abdeckung vorgesehen. Der Förderverein bemühe sich seit Jahren, um das Waldbad zu verschönern und den Gästen angenehme Aufenthaltsbedingungen zu schaffen. All diese Bemühungen seien nur durch Spendengelder finanzierbar. Die Arbeit sei kein Selbstzweck, sondern diene der Allgemeinheit. Da tue es schon weh, wenn diese Arbeit im Waldbad dann auf diese Art und Weise boykottiert werde.

Doch gestern konnte der Chef-Förderer gegenüber der AZ Entwarnung geben. Es handele sich nicht um einen dreisten Diebstahl. Aufgrund von Holzungsarbeiten im Schillerhain wurden die Platten wohl versehentlich umgelagert. Stadtarbeiter Ralf Näbsch habe sie entdeckt und den Rücktransport veranlasst, gibt sich der Mediziner im Ruhestand völlig erfreut und entspannt. Man hörte regelrecht, wie ihm ein Wackerstein vom Herzen fiel.

Dass der vermeintliche Diebstahl ein Versehen war, ist für die ehrenamtlichen Waldbadförderer eine glückliche Fügung. Dennoch haben es Langfinger in der Vergangenheit auf verschiedene Dinge in der Freizeitstätte im wischestädtischen Schillerhain abgesehen. Dr. Fiedler erinnert sich an eine Uhr, die nach zwei Tagen spurlos verschwunden war. Ebenso war es mit einem Sparschwein, das Diebe gestohlen haben. „Der Erlös des Sparschweins war damals für Silvia Schlißke gedacht, die einmal wöchentlich im Waldbad für Interessenten Wassergymnastik angeboten hat.“

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