Verbandsgemeinde Seehausen denkt über Klimaschutzkonzept nach

Den Treibhausgasen auf der Spur

Frau am Tisch
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Seehausens Wirtschaftsförderin Lisa Weigelt: „Klimaschutz beginnt bereits im Kleinen.“
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Der Verbandsgemeinderat Seehausen soll auf seiner nächsten Sitzung Anfang Oktober einen Beschluss fassen, Fördermittel für die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für die Verbandsgemeinde zu beantragen. Derzeit befassen sich die Fachausschüsse mit der Thematik.

„Klimaschutz beginnt bereits im Kleinen und gewinnt gerade in Zeiten des Klimawandels immer mehr an Bedeutung“, meint Lisa Weigelt, die Wirtschaftsförderin der Verbandsgemeinde Seehausen, die auch die Beschlussvorlage erarbeitet hat. Auch auf kommunaler Ebene können mit Klimaschutzmaßnahmen positive Effekte zur Verringerung von CO2-Ausstößen und anderen klimagefährdenden Entwicklungen erzielt werden. Diese Maßnahmen müssen ermittelt und gebündelt werden.

Mit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes soll versucht werden, ungenutzte Potenziale zur Minderung von Treibhausgasen in der Verbandsgemeinde Seehausen zu analysieren, aufzuzeigen und zu verbessern. Derartige Konzepte seien ein Mittel, in dem kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aufgezeigt werden, die auf lokaler Ebene zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele beitragen. Damit biete das Konzept die organisatorische Grundlage für die Handlungen der Kommune.

Über die Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit können finanzschwache Kommunen, zu denen auch die Verbandsgemeinde Seehausen gehört, bis Ende des Jahres eine 100-prozentige Förderung für die Erstellung des Konzeptes beantragen. Eigenmittel seien nicht erforderlich.

Ein externes Planungsbüro soll das Papier in Kooperation mit einem Klimaschutzmanager erarbeiten. Sollte ein Manager nicht eingestellt werden, müsse über die Anfertigung des Konzeptes erneut diskutiert werden. Das Vorhandensein eines Konzeptes oder die Umsetzung einzelner Maßnahmen zum Klimaschutz seien bereits Voraussetzung in einigen Förderprogrammen wie beispielsweise der Städtebauförderung, weiß Wirtschaftsförderin Weigelt.

Für Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth könnten sich mit einem derartigen Konzept „positive Effekte ergeben“. Hinsichtlich des Klimaschutzmanagers müsse erst abgewartet werden, ob der Förderantrag positiv entschieden werde. „Wir könnten uns den Manager finanziell gar nicht leisten.“ Laut Verwaltungschef Kloth sei ihm derzeit im Landkreis Stendal keine Kommune bekannt, die einen Klimamanager hat. Lediglich der Landkreis Stendal habe vor geraumer Zeit einen Klimamanager angestellt.

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