Vom Kombidämpfer bis zum Kita-Bau

Verbandsgemeinde Seehausen investiert 2017 in Tagesstätten, Wasserwehr und Brandschutz

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Baustart für den Kita-Neubau auf dem Gelände am Seehäuser Lindenpark wird nicht vor 2018 sein. In diesem Jahr gibt es lediglich vorbereitende Maßnahmen.

Seehausen. Die Verbandsgemeinde Seehausen will in diesem Jahr in verschiedene Bereiche kräftig investieren. Größtes Vorhaben sei der Neubau der Kindertagesstätte auf dem Gelände am Seehäuser Lindenpark über das Stark-V-Programm, sagt Bürgermeister Rüdiger Kloth im AZ-Gespräch.

Allerdings werden die Arbeiter in 2017 noch nicht aktiv. Es gebe vorbereitende Maßnahmen. So müssen laut Verwaltungschef die Planungen neu in Angriff genommen werden. Ursprünglich sollte der Neubau über Stark-III-Förderung mit einem Investitionsvolumen von über drei Millionen Euro in Angriff genommen werden, doch die Chancen auf Realisierung waren gleich null. Deshalb entschloss sich die Verbandsgemeinde, Stark-V zu nutzen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1,7 Millionen Euro, sodass Neuplanungen erfolgen müssen. Mit dem Baustart ist dann im nächsten Jahr zu rechnen.

Finanzielle Förderung wird die Verbandsgemeinde Seehausen auch für die Ausstattung der Wasserwehren für den Einsatz an Aland und Elbe in Anspruch nehmen. Um den Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent stemmen zu können, werden die Anschaffungen in zwei Jahresscheiben 2017/2018 aufgeteilt. Knapp 100 000 Euro sind dafür berücksichtigt.

Zudem werden Kindertagesstätten auf den Dörfern auf Vordermann gebracht. In Geestgottberg sind Heizungsarbeiten vorgesehen. Bei den „Deichbibern“ in Beuster sollen der komplette Sanitärbereich und die Heizung saniert werden. Arbeiten an der Fassade, an der Wärmedämmung und an der Elektroanlage gibt es im Groß Garzer „Schwalbennest“. Die Krüdener „Waldwichtel“ bekommen teilweise eine neue Fassade und einen neuen Heizkessel für mehr Energieeffizienz. Arbeiten am Dach stehen ebenfalls an. 9500 Euro fließen außerdem in die investive Ausstattung der Seehäuser Kita-Küche am Lindenpark. Benötigt werden dort unter anderem Kombidämpfer, Schränke und Kartoffelschäler.

Die Verbandsgemeinde als Träger der Feuerwehren beabsichtigt auch den Kauf von zwei Fahrzeugen. Im vergangenen Jahr wurden dafür 35 000 Euro angespart, 2017 stehen 50 000 Euro im Etat. Es gibt laut Kloth zwar für den Kauf von neuen Feuerwehrfahrzeugen ein Förderprogramm des Landes, aber „der aufzubringende Eigenanteil ist relativ hoch“. Deshalb wolle man auf „gute gebrauchte Technik setzen, die erschwinglich ist“.

Mit den 85 000 Euro könnten zwei Fahrzeuge für Wehren auf den Dörfern gekauft werden, so der Verwaltungschef. Handlungsbedarf sieht der Seehäuser Verbandsgemeindebürgermeister bei der Gollensdorfer Wehr. Dort wäre ein gut funktionierendes Tanklöschfahrzeug am richtigen Platz.

Von Thomas Westermann

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