1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Seehausen

Ukrainische Flüchtlinge im Blick: Verbandsgemeinde Seehausen bereitet sich vor

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Westermann

Kommentare

Menschen mit Stricksachen für Osteuropa
Die Strickgruppe des Seehäuser DRK-Ortsvereins um Vorsitzende Marlies Duffe (2.v.r.) unterstützt osteuropäische Staaten, zu denen auch die Ukraine gehört. © Westermann

Viel Herz zeigen die Einwohnerinnen und Einwohner in der Verbandsgemeinde Seehausen mit den Menschen in der von Russland angegriffenen Ukraine. Viele Altmärker möchten helfen und Unterstützung geben, sagt Bürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) auf AZ-Nachfrage.

Seehausen - Etliche Anfragen kommen per Telefon oder auch E-Mail, so der Verwaltungschef zur Solidarität und Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger. Doch noch sei es für konkrete Hilfen zu früh.

„Obwohl die Leute schon Geld loswerden möchten, also Spenden geben wollen.“ Der Landkreis bereite sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Am Dienstag in dieser Woche soll es eine Videokonferenz mit dem Landrat und den Bürgermeistern zu der Thematik geben, der dann wie im Jahr 2015 bei der Ankunft der syrischen Flüchtlinge die Koordination übernehmen werde. „Wir müssen das in Ruhe vorbereiten und dürfen nicht in Hektik verfallen.“ Zudem wolle der Verbandsgemeinderat während seiner Sitzung in dieser Woche eine von Seehausens Vize-Bürgermeister Dr. Walter Fiedler verfasste Resolution zum Ukraine-Krieg verabschieden, für die der Stadtrat schon vor einigen Tagen votierte (AZ berichtete). All jene, die in der Verbandsgemeinde Seehausen über Ferienwohnungen verfügen, sollen laut Verbandsgemeindebürgermeister kontaktiert werden. Wer bereit ist, ukrainische Flüchtlinge aufzunehmen, kann sich schon jetzt bei der Verwaltung unter der Rufnummer (039386) 98 20 oder per Email an info@vgem-seehausen.de zwecks Sondierung melden. Von Sachspenden wie beispielsweise Mobiliar oder Kleidung wird derzeit noch aufgrund fehlender Kapazitäten Abstand genommen.

Ein großes Herz für in Not geratene Menschen hat auch in der Vergangenheit immer der Seehäuser Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit Marlies Duffe an der Spitze gezeigt. Die Rotkreuzler in der Wischestadt haben dabei oft osteuropäische Staaten im Blick, zu der auch die Ukraine gehört. So waren vor der Corona-Pandemie auf Einladung des Hilfswerks „Kinder von Tschernobyl“ junge Weißrussen bei ihrem alljährlichen Besuch zu Gast in der DRK-Kleiderkammer, in der sie sich unter anderem Spielzeug aussuchen durften. Zudem werden von der DRK-Strickgruppe Erzeugnisse hergestellt, die zu Weihnachten nach Osteuropa gehen. Wie die gemeinnützige Organisation der Ukraine helfen könnte, steht noch nicht fest. Die Vorsitzende war für eine Anfrage nicht erreichbar.

Auch interessant

Kommentare