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35 Menschen wollen helfen

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Von: Thomas Westermann

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„Alanda“ in Seehausen
Das einstige Hotel „Alanda“ an der Großen Brüderstraße in Seehausen ist vollkommen ausgestattet. Dort sollen laut Bürgermeister Rüdiger Kloth künftig ukrainische Flüchtlinge ein neues Zuhause finden. © Westermann

Seehausen. Bisher ist es eher ruhig, was die Ankunft von Flüchtlingen im Landkreis und in der Verbandsgemeinde Seehausen betrifft. Die wenigen Ankömmlinge wurden in privaten und gemeindlichen Unterkünften untergebracht und umsorgt.

Das werde sich in den nächsten Wochen wahrscheinlich ändern, vermutet Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler). Die Verteilung der Flüchtlinge in ganz Deutschland schreite voran, und der Landkreis Stendal erwarte in naher Zukunft bis zu 200 Flüchtlinge pro Woche. Dann stoßen die Erstaufnahmeeinrichtungen in Stendal und die vom Landkreis angemieteten Wohnungskapazitäten in Osterburg, Stendal und Tangerhütte an ihre Grenzen. Auch in Bezug auf die persönliche Betreuung werde das die Kreisverwaltung dann nicht mehr leisten können. Also sei jetzt die Zeit gekommen, weitergehende Vorsorge zu treffen und zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Diesbezüglich hatte der Verwaltungschef zu einer Beratung in das Feuerwehrdepot eingeladen. Und der Aulosener war von de Resonanz beeindruckt. Immerhin 35 Menschen fanden sich ein, die den ukrainischen Flüchtlingen helfen wollen, die in Seehausen ankommen werden. Seehausen habe durchaus Potenzial, die geflohenen Menschen aufzunehmen, ist sich der Bürgermeister sicher. Erster Anlaufpunkt eines Busses sei das Feuerwehrgerätehaus. Von dort werden die 50 bis 60 Ankömmlinge begrüßt und auf verschiedene Wohnungen verteilt – darunter auch das derzeit nicht mehr genutzte Hotel „Alanda“ (die AZ berichtete), das voll möbliert sei. Nach Gesprächen Kloths mit der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Seehausen (GBS) stellt das Unternehmen sieben bis acht Wohnungen an der Salzstraße, an der Bialystoker Straße und am Schillerhain zur Verfügung. Allerdings stünden diese leer und müssen ausgestattet werden. Der Verbandsgemeindebürgermeister möchte dabei auf die vollen Möbellager in Osterburg und Stendal zugreifen. Spätestens in zwei Wochen sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

Hinsichtlich Kloths Einladung konnte auf eine Liste zurückgegriffen werden von Personen, die schon 2015 Flüchtlinge unterstützt haben und dies erneut machen wollen. Einige der Anwesenden haben schon privat Flüchtlinge untergebracht. Sie berichteten über ihre Erfahrungen und konnten wertvolle Hinweise geben.

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