Kirchengemeinde hofft auf Spenden für Granitstelen

Urnengrab noch ohne Identität

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Der Friedhof in Seehausen ist ein Ort der Erinnerung. Allerdings fehlen aktuell noch Tafeln, die die Namen der Verstorbenen tragen.

Seehausen. Ein Friedhof ist ein Ort der Erinnerung. Grabsteine halten jene mit ihren Inschriften wach. Doch fehlt der Name des Verstorbenen, verblasst das Gedenken. Wird es doch schwieriger, den Ort des Begräbnisses zu finden.

Dieser Problematik sieht sich auch der Gemeindekirchenrat der Stadt Seehausen gegenüber. Denn an der Urnengemeinschaftsanlage auf dem Friedhof der Wischestadt befinden sich keine namentlichen Hinweise auf jene Personen, deren Urnen auf diesem Gemeinschaftsgrab bestattet wurden. „Auf diesen Umstand werden wir immer wieder von Angehörigen und Besuchern angesprochen“, informiert Kirchenratsmitglied Katharina Fischer in einem Schreiben, welches im Schaukasten an der Kapelle aushängt. Aktuell müsste der Friedhofsverwalter befragt werden, um eine Auskunft zu den Namen zu erhalten. Dem soll Abhilfe geschaffen werden. Geplant ist, an der Urnengrabanlage Stelen zu errichten, auf denen Tafeln mit den Namen sowie den Geburts- und Sterbedaten angebracht werden. Jedoch waren diese zwei Meter hohen Granitstelen nicht Inhalt der bisherigen Kalkulation für die Grabanlage.

Die Gemeinde hofft nun auf die Unterstützung von Angehörigen und Bürgern, denen die Errichtung der Stelen ein Anliegen ist. Der evangelische Kirchenkreis in Stendal ist unter der Nummer (039 31) 21 63 64 zu erreichen.

Von Alexander Postolache

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