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Unterwegs durch den Darm

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Hauptattraktion beim Tag der offenen Tür im Seehäuser Agaplesion-Diakoniekrankenhaus war der sechs Meter lange, begehbare Darm. Auch die Vielbaumerin Annegret Schwarz schritt dort hindurch.
Hauptattraktion beim Tag der offenen Tür im Seehäuser Agaplesion-Diakoniekrankenhaus war der sechs Meter lange, begehbare Darm. Auch die Vielbaumerin Annegret Schwarz schritt dort hindurch.

Seehausen. Hinter die Kulissen der Krankenhausarbeit zu blicken, ist für Außenstehende eher eine Seltenheit. Das Agaplesion-Diakoniekrankenhaus in Seehausen bietet deshalb alle zwei Jahre für alle Interessenten einen Tag der offenen Tür an.

Wie immer war die Resonanz auch bei der jüngsten Auflage riesig groß. Unzählige Angebote hielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Geschäftsführerin Maria Theis für die Besucher bereit.

Hauptattraktion war ein sechs Meter langer, begehbarer Darm im Eingangsbereich. Beim Durchschreiten dieses Modells konnten durch das Sehen und Tasten Erkenntnisse zum anatomischen Aufbau des Organs, unterschiedlicher Stadien der Krankheitsbilder und chronischer Erkrankungen gewonnen werden. Der Chefarzt der Inneren Abteilung, Dr. Jürgen Jahnke, informierte die Besucher über Demonstration, Funktion und Implantation von Herzschrittmachern. In einem anderen Raum erklärte Dr. Ralph Netal die Echokardiografie – die Ultraschalluntersuchung am Herzen und an den Halsgefäßen. Möglichkeiten der Schmerztherapie zeigte Ärztin Sylke Raboldt-Werthe auf. Dabei saß ihr offensichtlich ein kleiner Schalk im Nacken, denn an ihrem Stand befanden sich zur Schmerzlinderung Wasserpfeife, Mohnkapseln und hochprozentige alkoholische Getränke, wie beispielsweise Korn und Rum. Oberarzt Dr. Olaf Schrank sprach über chirurgische Behandlungsmethoden. Zudem konnte die Überwachungstechnik im Aufwachbereich in Augenschein genommen werden.

Auch Info-Stände von Krankenkassen, Apotheken, Tagespflege, Polizei und vieles mehr lockten die Besucher an. Und nicht zu vergessen: Der schmackhafte Kuchen, den die Mitarbeiterinnen des Krankenhauses gebacken hatten und der reißend Absatz fand.

Von Thomas Westermann

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